Was der Volksmund über das Trinken sagt und wann das stimmt

»Die Befürchtung, bei reichlichem Trinken könne die zugeführte Nahrung nur unzureichend verdaut werden, ist unbegründet.« Dies erklärt Professor Dr. Udo Rabast, Vorstand der Deutschen Akademie für Ernährungsmedizin, in der aktuellen Ausgabe der Neuen Apotheken Illustrierten vom 15. Juni 2008. Die Verdauung würde auch ohne Weiteres funktionieren, wenn nur zehn Prozent der zur Verfügung stehenden Enzyme vorhanden wären, so der Experte weiter. Insgesamt sei das Trinken zu oder vor den Mahlzeiten unproblematisch.

Unproblematisch ist auch der Genuss koffeeinhaltiger Getränke. »Kaffee ist ein wichtiger Teil der täglichen Gesamtwasserzufuhr«, so die Deutsche Gesellschaft für Ernährung.» In der Flüssigkeitsbilanz kann Kaffee in aller Regel so wie jedes andere Getränk behandelt werden.« Wer ganz sicher gehen will, trinkt zu jedem Kaffee ein Glas Wasser, wie zum Beispiel in Italien üblich.

Wer ausreichend trinkt, bekommt keine Verstopfung – auch das stimmt so nicht. Denn die Verdauung braucht neben genügend Flüssigkeit vor allem Ballaststoffe, zum Beispiel aus Vollkornbrot, Obst und Gemüse. Apotheker empfehlen daher Ballaststoffe pur, wie zum Beispiel Weizenkleie oder Flohsamen, zur natürlichen Behandlung einer Verstopfung. Sie raten, diese mit viel Flüssigkeit einzunehmen. Denn so können die Ballaststoffe aufquellen und der Verdauung auf die Sprünge helfen.

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