Apotheken schulen Asthmatiker bei Inhalationstechnik

Die Inhalation von Arzneimitteln bereitet Patienten mit Asthma oder anderen Lungenerkrankungen oft Schwierigkeiten. Zehn Prozent der Kinder und fünf Prozent der Erwachsenen in Deutschland leiden an Asthma und benötigen im Bedarfsfall sowie oft auch dauerhaft Medikamente. Die richtige Inhalationstechnik hängt dabei vom verwendeten Medikament ab und sollte mit dem Arzt besprochen werden. „Patienten können sich in der Apotheke zur richtigen Inhalationstechnik beraten lassen und die Anwendung unter Anleitung üben“, so Professor Dr. Martin Schulz, Geschäftsführer Arzneimittel der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände.

Im Bedarfsfall werden Dosieraerosole eingesetzt, die wie kleine Sprühdosen funktionieren. Damit der Wirkstoff die Bronchien erreicht, ist unter anderem eine aufrechte Körperhaltung sowie eine langsame und tiefe Inhalation von Bedeutung . Anschließend sollte der Atem für möglichst zehn Sekunden angehalten werden. Bei Problemen mit der Koordination zwischen Atemzug und Inhalation, etwa bei Kindern oder älteren Patienten, bieten Apotheken Inhalierhilfen (Spacer) an. Bei Pulverinhalatoren ist hingegen eine rasche und tiefe Inhalation wichtig . So wird der notwendige Atemstrom aufgebaut, damit die sehr kleinen Pulverpartikel in die Lunge gelangen. Für Kinder unter sechs Jahren sowie für die Notfallbehandlung sind sie nicht geeignet. Die korrekte Anwendung eines Pulverinhalators ist vom verwendeten Gerätetyp abhängig, der Apotheker berät Patienten gerne individuell.

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