Trotz Preisschock in der Apotheke bleiben viele Medikamente weiter zuzahlungsfrei

In den Apotheken gibt es neuerdings so manche böse Überraschung: Seit Juni müssen Patienten wieder häufiger und tiefer zum Geldbeutel greifen. Rund 3500 bisher zuzahlungsfreie Arzneimittel, kosten jetzt fünf bis zehn Euro pro Packung. Der Grund: Die Krankenkassen haben ihre Erstattungsgrenzen für Arzneimittel wieder abgesenkt. Die Zuzahlungen für gesetzlich Versicherte entfallen nur dann, wenn die Preise der Arzneimittelhersteller mindestens 30 Prozent unter diesen festgelegten Beträgen liegen.

AbZ-Pharma versucht, den Patienten soviel Geld wie möglich zu ersparen: Rund 40 Prozent ihrer Medikamente bleiben von der Zuzahlung befreit. Es könnte sich also für Patienten lohnen, in der Apotheke gezielt nach AbZ-Produkten zu fragen.

Der Arzneimittelhersteller aus Blaubeuren gehört mit zu den günstigsten Anbietern in Deutschland. Jedes seiner 562 rezeptpflichtigen Medikamente ist eines der drei preiswertesten seiner Art auf dem Arzneimittelmarkt. Davon sind trotz der neuen Regelung immer noch 305 Präparate für die Patienten zuzahlungsfrei.

„Wir überprüfen alle zwei Wochen unsere Preise und senken sie, wenn es erforderlich ist“, so Geschäftsführerin Sandra Bitterle. „Dadurch stellen wir sicher, dass jedes einzelne AbZ-Medikament tatsächlich dauerhaft zu den drei preiswertesten auf dem Markt gehört“.

Hersteller aller Produkte ist Merckle, ein Unternehmen der Ratiopharm Gruppe. Diese steht laut Bitterle „für höchste Qualität aus Deutschland“ und große Lieferkapazitäten. Der Arzneimittelhersteller hält aktuell Krankenkassenverträge für rund 40 Millionen Versicherte. Medikamente der AbZ-Pharma erreichen somit mehr als die Hälfte aller Mitglieder der gesetzlichen Krankenkassen.

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