Wie eine Zahnkrone auf dem Hüftgelenk

Im Klinikum Ansbach gehen die Orthopäden bei der Operation von Hüftgelenken seit einigen Wochen völlig neue Wege. Während bei klassischen Implantaten die künstlichen Hüftgelenke noch bis zu 15 Zentimeter in den Oberschenkelknochen verankert werden, wird bei dem neuen Mini-Gelenk lediglich die abgenutzte Oberfläche des Oberschenkelknochens mit einer Kappe aus Metall verstärkt. „Das muss man sich etwa wie beim Zahnarzt vorstellen – wenn ein beschädigter Zahn eine Krone bekommt“, sagt der Ansbacher Orthopäde Markus Weingärtner, der die Methode bereits mehrmals angewandt hat und damit in Bayern als Vorreiter gilt.

Die neue Methode gilt als besonders schonend für den Körper. Künstliche Hüftgelenke müssen alle 15 Jahre erneuert werden, weshalb bei bisherigen Operationen mehr und mehr Knochensubstanz geopfert werden musste, bis schließlich weitere Operationen nicht mehr möglich waren und für betroffene Patienten nur noch ein Leben im Rollstuhl möglich war. Durch den geringen Verschleiß der neuen Mini-Prothesen wird damit auch für jüngere Patienten denkbar, denen die Ärzte mit Blick auf diese Komplikationen einen Eingriff verwehrten.

Mehr Infos: www.praxisklinik-orthospine.de

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