Einnahme von Vitamin K2 verringert Gefäßverkalkung um 20 Prozent

Wissenschaftler der Universität Utrecht untersuchten bei 564 postmenopausalen Frauen, ob die tägliche Einnahme von Vitamin K1 und K2 möglicherweise einen Zusammenhang hat mit dem Ausmaß einer Arterienverkalkung. Resultat: Eine höhere Einnahme von Vitamin K2 vermindert die Arterienverkalkung um 20%. Ergebnisse der Studie erschienen am 10. September in einer online-Vorveröffentlichung in der Fachzeitung Atherosclerosis.

Postmenopausale Frauen bilden eine Hochrisikogruppe für Osteoporose. Vor kurzem wurde nachgewiesen, dass Osteoporose in starkem Maße in Zusammenhang steht mit der Verkalkung der Arterien. Deshalb wurden für diese Untersuchung postmenopausale Frauen ausgesucht aus einer größeren Gruppe Frauen, die an einer Untersuchung über Ernährung und Brustkrebs teilnahmen.

Herz- und Gefäßerkrankungen gelten als Ursache für die Mehrzahl der Todesfälle in der westlichen Welt.

Es wurde schon länger unterstellt, dass Vitamin K2 eine wichtige Rolle bei der Prävention von Herz- und Gefäßerkrankungen spielt. Diese Untersuchung1 zeigte, dass rund 60% der Frauen Kalkablagerungen in den Herzkranzgefäßen hatten. Eine höhere Einnahme von natürlichem Vitamin K2 – ungefähr 45 Mikrogramm pro Tag – stand in Zusammenhang mit 20% weniger Arterienverkalkung, verglichen mit einem geringen Verzehr von Vitamin K2 (ca. 18 Mikrogramm pro Tag). Vitamin K1 ließ keinen Zusammenhang erkennen. Die Wirkung wird der Aktivität von MGP (Matrix GLA Protein) zugeschrieben, die Vitamin
K-abhängig ist. Vitamin K ist nötig, um dieses wichtige Protein zu aktivieren.

Bereits früher wurde in der weltweit bekannten Rotterdam-Studie2 unter 4807 Teilnehmern festgestellt, dass durch eine höhere Einnahme von Vitamin K2 (45 Mikrogramm pro Tag) 45% weniger Risiko für Arterienverkalkung und Tod durch Herzinfarkt besteht. Auch hier zeigte Vitamin K1 keinen Effekt.

Eines der bedeutendsten Untersuchungszentren für die Wirkung von Vitamin K2 ist VitaK von der Universität Maastricht. Dort werden wichtige Untersuchungen über die Wirkung und Effektivität von Vitamin K2 durchgeführt. In den letzten Jahren liegt ihr Fokus insbesondere auf der natürlichen Form von Vitamin K2: Menaquinon-7.

Dr. Schurgers und Kollege Dr. Vermeer von VitaK kommentierten die Studie: “Fermentierter Käse liefert den größten Beitrag an natürlichem Vitamin K2 in unserer westlichen Ernährung. Es ist bemerkenswert, dass Käse, der normalerweise wegen seines hohen Fettgehaltes als ungesund bezeichnet wird, auch einen Bestandteil enthält, der das Risiko für Herz- und Gefäßprobleme stark reduzieren kann.
Jüngste Untersuchungen durch unsere Gruppe haben gezeigt, dass bei den Versuchstieren der in den Blutgefäßen vorhandene Kalk durch eine Vitamin-K2-reiche Diät größtenteils aufgelöst werden kann. Es hat sich in dieser Untersuchung auch gezeigt, dass dies höchstwahrscheinlich auf der Aktivierung des Matrix-GLA-Proteins beruhte. Unsere Untersuchung an Versuchspersonen zeigte weiterhin, dass die meisten Erwachsenen ein Vitamin K-Defizit in ihren Blutfetten haben und dass zusätzliches Vitamin K2 nötig ist, um die Blutfette gesund zu halten. Glücklicherweise sind mittlerweile Nahrungsergänzungsmittel mit natürlichem Vitamin K2 auf dem Markt.“ Er fügte dann hinzu: „Das Eiweiß MPG stellt die einzig bekannte Verteidigung der Gefäßwand gegen Verkalkung dar. Um wirksam zu sein, muss MGP zunächst durch Vitamin K aktiviert werden. Was wir in der Vergangenheit bereits nachgewiesen haben und was hier in dieser Studie aufs neue bestätigt wurde, ist, dass die Aktivierung am besten durch Vitamin K2 erfolgt. Die Bedeutung von Vitamin K2-haltigen Supplementen zeigt sich in der Tatsache, dass bei gesunden Erwachsenen ungefähr 30% des MGP nicht aktiviert ist, aufgrund des Vitamin-K-Mangels in den Blutfetten. Dadurch ist der Schutz vor fortschreitender Arterienverkalkung suboptimal. Durch die Anwendung von Vitamin-K2-haltigen Nahrungsergänzungsmitteln kann sich nun jedermann besser gegen Arterienverkalkung schützen.“

Diese Studie zeigt, dass eine hohe Einnahme von Vitamin K2 (und offenbar nicht von Vitamin K1) in Zusammenhang steht mit weniger Verkalkung der Arterien. Die Resultate weisen darauf hin, dass eine adäquate tägliche Einnahme von 45 Mikrogramm Vitamin K2 von Bedeutung ist zur Vorbeugung von Herz- und Gefäßkrankheiten. Natürliches Vitamin K2 findet sich in fermentierten Lebensmitteln, in besonders hohen Mengen in „Natto“. Natto ist ein japanisches Frühstücksgericht aus fermentiertem Soja und wird schon über 1000 Jahre verwendet. Studien in Japan haben schon früher einen Zusammenhang zwischen Vitamin K2 und der Verringerung von Herz- und Gefäßerkrankungen gezeigt.

Vitamin K2 aus japanischem Natto ist jetzt in einer patentierten Form als Nahrungsergänzungsmittel unter dem Handelsnamen MenaQ7 erhältlich.

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