Verzweiflung im Krankenhaus – Wie Demenzkranken der Aufenthalt in der Klinik erleichtert werden kann

Wenn betagte Patienten etwa wegen einer Lungenentzündung oder einem Herzproblem ins Krankenhaus müssen, bringen sie heute oft noch die  „Nebendiagnose Demenz“ mit. Das kann Alzheimer sein oder ein vergleichbarer geistiger Abbau. Oft verschlimmert sich ihr Zustand im Krankenhaus noch. Sie sind angstvoll und unruhig, verweigern Therapien, laufen weg oder liegen starr im Bett und essen und trinken nicht genug.

„Viele Patienten bauen im Akutkrankenhaus geistig wie körperlich ab“, bestätigt die Soziologin Dr. Susanne Angerhauser, die sich beim Paritätischen Wohlfahrtsverband Nordrhein-Westfalen für die Belange Demenzkranker im Krankenhaus engagiert. „Angehörige sind in der Regel die Brücke zwischen Klinikpersonal und Demenzkranken“, erklärt sie im Apothekenmagazin „Senioren Ratgeber“. „Sie können dem Pflegeteam wichtige Hinweise über seine Biografie, seine Fähigkeiten, Bedürfnisse und zu ihren Erfahrungen im Umgang mit dem Patienten geben.“ Angerhausen rät Angehörigen, solche Informationen schon vorsorglich zu notieren und dies dem Klinikpersonal zur Verfügung stellen. „Außerdem sollten sie sich vor dem Klinikaufenthalt um eine Betreuungsvollmacht für den Patienten bemühen“, rät die Expertin. Da pflegende Angehörige oft bis zur Erschöpfung gefordert werden, sollten sie einen Klinikhausaufenthalt des Kranken auch als Gelegenheit sehen, neue Kraft zu schöpfen.

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