Insulin: Auf die Spritztechnik kommt es an

»Der häufigste Fehler beim Spritzen ist, dass die Spritzstellen und die Kanülen zu selten gewechselt werden«, sagt Gundula Ranze in der aktuellen Ausgabe der Neuen Apotheken Illustrierten vom 1. November 2008. Denn bereits nach einer Anwendung werde die Kanüle stumpf. »Fehler in der Spritztechnik können für Schwankungen des Blutzuckers mitverantwortlich sein«, erklärt die Expertin. »Allerdings werden sie nur selten als Ursache für schlechte Blutzuckerwerte vermutet.«

Wechseln Diabetiker ihre Nadeln zu selten, können sich kleine Widerhaken an der Nadelspitze bilden, die mit bloßem Auge nicht zu erkennen sind. Dadurch wird bei der Injektion das Fettgewebe mehr als nötig verletzt. Etwa jeder vierte insulinpflichtige Diabetiker hat Veränderungen an den Spritzstellen. Sie führen zum Verlust des Schmerzempfindens und verleiten Diabetiker dazu, immer wieder in diese Stelle zu spritzen. Dadurch entstehen sogenannten Spritzhügel. Sie werden schlecht durchblutet, so dass das Insulin von dort nicht so gut vom Körper aufgenommen wird. Seine Wirkung lässt sich dann kaum noch kalkulieren.

Die Expertin rät daher nicht nur Diabetes-Neulingen, sondern auch erfahrenen Diabetikern, regelmäßig zu überprüfen, ob man die Injektionen richtig durchführt.

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