Neuer Grippe-Impfstoff für verbesserten Schutz bei älteren Personen in Erprobung

Mit einer großen Wirksamkeitsstudie untersucht das forschende Pharmaunternehmen GlaxoSmithKline Grippe-Impfstoff einer neuen Generation, der eigens für einen verbesserten Schutz älterer Menschen entwickelt wurde. Für diesen Impfstoff entwickelte GlaxoSmithKline das spezielle Adjuvans-System AS03, einen Hilfsstoff, der das Ansprechen auf die Impfung verstärkt. „Das Adjuvans entspricht demjenigen, das auch beim einzigen bisher in Europa zugelassenen präpandemischen Impfstoff sowie dem pandemischen Impfstoff von GlaxoSmithKline eingesetzt wird,“ so Jean Stéphenne, Geschäftsführer von GlaxoSmithKline Biologicals in Rixensart, Belgien. „Wir möchten damit einen überlegenen Impfstoff entwickeln, der vor allem Menschen mit hohem Erkrankungsrisiko einen besseren Schutz bietet.“

84 Zentren mit über 6.000 Probanden in Deutschland

Die Studie INFLUENCE 65 (INFLUenza Efficacy New generation Clinical trial in the Elderly 65+) ist mit insgesamt über 43.000 Teilnehmern aus 15 Ländern (Europa, Asien und Nordamerika) die größte je durchgeführte Studie zur Wirksamkeit der Grippe-Impfung. In Deutschland wurden in 84 Zentren über 6.000 Studienteilnehmer eingeschlossen.

Ziel: Besserer Schutz vor Virus-Grippe bei über 65-Jährigen

Die Grippe-Impfung im Herbst wird vor allem für ältere und gesundheitlich anfällige Menschen empfohlen. Die Wirksamkeit herkömmlicher Grippe-Impfstoffe nimmt mit zunehmendem Alter jedoch ab. GlaxoSmithKline hat deshalb den Grippe-Impfstoff der neuen Generation entwickelt, der in vorangegangenen Studien bereits zeigte, dass er sicher und gut verträglich ist und eine wesentlich stärkere Immunantwort hervorruft als herkömmliche Grippe-Impfstoffe. Nun soll untersucht werden, ob der neue Grippe-Impfstoff ältere Menschen auch wirklich besser vor der Virus-Grippe schützen kann als ein herkömmlicher Grippe-Impfstoff.

Die Hälfte der Probanden erhält jeweils im Herbst den neuen adjuvantierten Grippe-Impfstoff von GlaxoSmithKline. Die andere Hälfte erhält einen Standard-Impfstoff. Die Probanden werden über den Zeitraum von insgesamt zwei Jahren während der Grippe-Saison (Mitte November bis Ende April) regelmäßig kontaktiert, um Grippe-Erkrankungen und Komplikationen einer Grippe zu erfassen. Die Studie läuft von September 2008 bis Mai 2010.

Produktion in Deutschland

Die Produktion des neuen Impfstoffs für den weltweiten Bedarf im Rahmen der Studie erfolgt im Werk von GlaxoSmithKline Biologicals in Dresden. Am Dresdner Standort werden seit über 30 Jahren Grippe-Impfstoffe hergestellt und weiterentwickelt. Erst im Herbst letzten Jahres eröffnete GlaxoSmithKline in Dresden den mehr als 100 Millionen Euro teuren Erweiterungsbau, womit die Produktionskapazitäten verdoppelt wurden.

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