Warzen – Kinder mit empfindlicher Haut haben ein erhöhtes Ansteckungsrisiko

Kinder mit einer empfindlichen Haut haben ein erhöhtes Risiko, sich mit Warzenviren anzustecken. Darauf weist die Präventionskampagne Haut von gesetzlicher Kranken- und Unfallversicherung hin. „Rund 30 Prozent aller Kinder in Deutschland sind heutzutage Atopiker“, sagt Professor Dr. Swen Malte John, Experte der Präventionskampagne Haut. „Das heißt, sie leiden an einer ererbten Überempfindlichkeit der Haut und Schleimhäute.“

Die Infektion mit Warzenviren, den humanen Papillomviren, passiert immer dann, wenn diese Viren durch kleine Verletzungen in die obere Hautschicht gelangen. Sechs Wochen oder auch erst mehrere Monate nach der Infektion verdickt und verhornt sich an der Eintrittsstelle die Haut und bildet Wucherungen.

In den infizierten Hautzellen vermehren sich die Viren und werden an der Oberfläche freigesetzt. Eine direkte Ansteckung kann durch Kontakt mit infizierten Hautschuppen erfolgen. Neben der direkten Ansteckung gibt es auch eine indirekte, beispielsweise in öffentlichen Schwimmbädern, Duschräumen, Sporthallen oder an Griffen und Geländern. Viren überleben dort am längsten, wo es feucht und kalt ist.

„Eine andere Gruppe von Viren, die dem Pockenerreger ähnlich sind, verursachen die so genannten. Dellwarzen. Sie sind mitunter sehr zahlreich und können überall am Körper auftreten“, sagt Professor John. Diese Warzen finden sich fast ausschließlich bei Kindern, besonders bei jenen mit empfindlicher Haut.

„Zum Glück verschwinden circa 80 Prozent der Warzen innerhalb von drei Jahren von selbst,“ so Professor John. „Gerade bei Kindern sollten wir auf den Selbstheilungsprozess des Körpers vertrauen. Ist eine Behandlung notwendig, sollte sie möglichst schonend sein“.

Es ist dennoch ratsam, Kinder vor einer Infektion zu schützen und Hautveränderungen immer von einem Hautarzt begutachten zu lassen, empfiehlt John weiter.

Hier einige Tipps, wie Kinder – neben einer regelmäßigen Hautpflege – vor einer Warzeninfektion geschützt werden können:

– Kinder sollten in Schwimmbädern, Sporthallen, Duschräumen und
Hotels immer „Badelatschen“ tragen
– Kinder sollten ihre Füße nach jedem Schwimmbadbesuch
desinfizieren und gut abtrocknen
– Eltern sollten die Füße von Kindern immer warm und trocken
halten
– Eltern sollten dafür sorgen, dass eine zu große Belastung der
Kinderhaut vermieden wird, zum Beispiel durch mechanische
Reibung
– Eltern sollten den Bewegungsdrang Ihrer Kinder unterstützen.
Viel Bewegung fördert die Durchblutung – besonders der Füße.
Wechselbäder können den gleichen Effekt erzielen.

Die Präventionskampagne Haut
Die Präventionskampagne Haut ist eine gemeinsame Aktion von gesetzlicher Kranken- und Unfallversicherung. Insgesamt werben rund 100 Krankenkassen und Unfallversicherungsträger unter dem Motto „Deine Haut. Die wichtigsten 2m² Deines Lebens.“ dafür, das größte Organ des Menschen zu schützen. Das Ziel der Kampagne lautet: „Gesunde Haut, weniger Hauterkrankungen!“

Weitere Informationen unter: www.2m2-haut.de

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