Gesundheitsfonds – Selbstständigen wird Krankengeld gestrichen

Der Gesundheitsfonds kommt und mit ihm der 15,5-Prozent-Einheitsbeitrag der gesetzlichen Krankenversicherungen. Die freiwillig gesetzlich Versicherten müssen sich ab Januar 2009 auf höhere Kosten bei gleichzeitiger Leistungskürzung einstellen. Beispielsweise wird Selbstständigen und Freiberuflern das Krankentagegeld gestrichen: Das heißt, ist der Versicherte krank, wird ihm der Einkommensausfall nicht ersetzt.

Zurzeit sind rund 4,5 Millionen Menschen freiwillig gesetzlich versichert. Von ihnen sind zirka 2,5 Millionen selbstständig und damit ab 2009 ohne Anspruch auf Krankengeld. „Wir empfehlen den Betroffenen, ihren Versicherungstarif genau zu überprüfen. Selbstständige und Freiberufler, auch mit einem geringen Einkommen, sind oftmals mit einer privaten Krankenversicherung besser beraten“, erklärt Oliver Mell, Versicherungsexperte des Finanzportals geld.de.

Ein Fallbeispiel:
Ein 30-jähriger selbstständiger Mann mit einem Bruttoeinkommen von 1.500 Euro, der sich in der privaten Krankenversicherung für einen GKV-ähnlichen Tarif ohne Krankentagegeld und ohne Selbstbeteiligung entscheidet, spart über zehn Prozent Beitragskosten. Mit einer Selbstbeteiligung von 500 Euro liegt das Sparpotential bereits bei über 23 Prozent. Auch bei einem PKV-Tarif mit 50 Euro Krankentagegeld ab dem 29. Ausfalltag kann der Selbstständige über 17 Prozent gegenüber der gesetzlichen Krankenversicherung sparen (500 Selbstbeteiligung).

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