Kann die Kosmetikbranche der Krise trotzen?

Deutsche Konsumenten gönnen sich auch in Krisenzeiten teure Körperpflege. Im laufenden Jahr stiegen laut Branchenangaben die Ausgaben für Körperpflegemittel noch um 2,2 Prozent auf 12,6 Milliarden Euro. „Trotz der wirtschaftlich turbulenten Zeiten sind wir optimistisch, dass sich unsere Kategorie mit Innovationen und Klassikern auch 2009 positiv entwickelt“, erklärt Martin Ruppmann, Geschäftsführer des VKE-Kosmetikverbands und Vorsitzender der 5. EUROFORUM-Jahrestagung am 4. und 5. März 2009 in Köln. Ruppmann diskutiert zusammen mit zahlreichen nationalen und internationalen Experten auf dem Branchentreff unter anderem über das Potenzial globaler Kosmetikmarken, die derzeitige Perspektiven von Premium- und Luxuskosmetik sowie mögliche Absatzkanäle über Drogeriemärkte und Parfümerien hinaus.

Das Programm zur Konferenz ist im Internet abrufbar unter: www.euroforum.de/ots-kosmetik09

Nivea mit zweistelligen Wachstumsraten in Osteuropa Ulrike Vollmoeller, Marketingdirektorin der Beiersdorf AG, berichtet am Beispiel der Marke Nivea, wie wichtig Innovationen im Körperpflege- und Kosmetikmarkt sind. Der Kosmetik- und Konsumgüterkonzern konnte in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres Umsatz und Gewinn erhöhen. Dazu hätten vor allem zweistellige Wachstumsraten in Osteuropa bei den Kernmarken, unter anderem Nivea, beigetragen. Mit internationalen Positionierungsstrategien beschäftigt sich auch William Koeberlé, Geschäftsführer der Marionnaud Gruppe Schweiz. Koeberlé referiert über die Herausforderung, Kundenbedürfnisse sowohl auf lokaler als auch internationaler Ebene zu erfüllen.

Wirkung von Produkten ist Frauen wichtiger als der Preis Laut der Cosmopolitan-Kosmetikstudie 2008 nimmt die Kaufbereitschaft von Konsumentinnen bei Anti-Aging und Cellulite-Produkten zu. Frauen orientieren sich dabei zunehmend an der Wirkung und am Image der Marke, weniger am Preis. Für Estée Lauder sprechen Doris Hefti (Brand General Manager), Franziska Kälin (Sales & Education Director) und Klaus Sorensen (Geschäftsführer, München) über die aktuellen Branchenentwicklungen und die Rückkehr der Premium- und Luxuskosmetik. Schwerpunkte ihres Vortrags sind die Positionierung und Verkaufsstrategien von Luxusmarken. Wie sich Premiummarken erfolgreich am POS darstellen lassen und ob es ratsam ist, Luxusprodukte an vielen Verkaufsstellen zu positionieren, diskutieren Frank Schnitzler (Schnitzler Consulting), Herbert Stricker (Classic Parfums), Julius Eulberg (Eulberg Projekt) und Dr. Rainer W. Schmidt (Swiss Mountain Cosmetics).

Kosmetik-Absatzkanäle im Fokus Die beliebtesten Verkaufsorte für Kosmetikprodukte sind nach wie vor Drogeriemärkte und Parfümerien. Doch immer mehr Hersteller entdecken auch die Apotheke als Absatzmarkt. Gerd Weiler (L’Oréal Deutschland) erklärt, welches Potenzial in Apotheken steckt. Udo Brand (Wella AG) referiert über neue Trends im Friseurmarkt. Im Fokus der Haarkosmetikbranche stehen vor allem Luxus-Friseure. Markus Mackedanz (Kaufhof Warenhaus AG) spricht auf der Tagung über die Lifestyle Strategie der Galeria Kaufhof in der Parfümerieabteilung und stellt die Visual Merchandising-Richtlinien der Warenwelten vor.

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