Polyneuropathie und Mikronährstoffmedizin

Die Polyneuropathie zählt zu den häufigsten neurologischen Erkrankungen. Bei dieser Störung sind die peripheren Nerven beschädigt. Das sind die Nervenbahnen außerhalb des zentralen Nervensystems. Dabei kann sich die Erkrankung sowohl auf die motorischen, als auch die sensiblen oder vegetativen Nervenfasern erstrecken. Meistens tritt die Erkrankung an den Händen und Füßen auf. Sie beginnt oftmals mit Kribbeln, Ameisenlaufen, unangenehmen Temperaturempfindungen und anderen Sensibilitätsstörungen, die an den Füßen oft strumpfförmig und an den Händen meist handschuhförmig auftreten.

Eine Polyneuropathie kann verschiedene Ursachen haben z.B. Diabetes mellitus, Alkoholerkrankung, Borreliose, Chemotherapie oder Belastung mit Umweltgiften, schwerer Mangel an B-Vitaminen etc.

Allen Polyneuropathie-Patienten ist gemeinsam, dass die Nerven krankhafte Veränderungen aufweisen, z.B. Läsionen der Markscheiden, Degeneration der Nervenzellkörper und -axone oder entzündliche Veränderungen der Nervengefäße.

Eine Therapie mit Mikronährstoffen über die Behebung eines Vitaminmangels hinaus ist bei der Polyneuropathie eine sinnvolle adjuvante Therapieform zu herkömmlichen Behandlungsmethoden, da Mikronährstoffe in vielfältiger Weise den Nervenstoffwechsel unterstützen:

Carnitin besitzt neuroprotektive Eigenschaften, Vitamin B1 ist essentiell für den Energiestoffwechsel der Nervenzellen. Vitamin B6 kann die Verzuckerung von Proteinen vermindern. Vitamin B12 ist für die Bildung der Myelinsynthese erforderlich; Folsäure wird für die Cholinsynthese benötigt.

Antioxidative Wirkstoffe werden bei Neuropathien ebenfalls diskutiert:
Bei Diabetikern sind die Vitamin-C-Spiegel häufig vermindert. Ein Vitamin-E-Mangel erhöht das Risiko für Nervenschäden und Neuropathien. Arginin hat eine maßgebliche Funktion bei der Regulierung der Gefäßweite, Taurin kann diabetische Spätschäden vermindern. Aus anderen Aminosäuren wie Glutamin, Tyrosin, Tryptophan, Serin werden Botenstoffen gebildet, jenen Signalstoffen, die die Nervenimpulse von einer Zelle in die andere übertragen.

Eine Therapie mit Mikronährstoffen, richtig durchgeführt, ist eine sanfte Therapie, die zum Schutz der Nervenzelle beitragen kann. Hierfür ist es erforderlich, den individuellen Mikronährstoffbedarf des einzelnen anhand einer Mikronährstoffanalyse des Blutes exakt zu ermitteln. Der DCMS-Neuro-Check des Diagnostischen Centrums ist eine genaue Blutanalyse und bildet die Basis für eine gezielte Mikronährstofftherapie bei Polyneuropathie.

Weitere Infos:
Diagnostisches Centrum für Mineralanalytik

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