Sind die Deutschen Kochmuffel?

Allen Fernsehkochshows zum Trotz scheinen die Deutschen die Lust am Kochen mit frischen Zutaten immer mehr zu verlieren. Wie jetzt eine repräsentative GEWIS-Umfrage im Auftrag des Hamburger Magazins DER FEINSCHMECKER ergab, kochen 40 Prozent der Bevölkerung nie mit Frischprodukten, nur 9 Prozent verwenden sie noch täglich. 1014 Männer und Frauen zwischen 16 und 65 Jahren wurden befragt, wie oft sie ihre Mahlzeiten unter Ausschluss von Fertigprodukten, Tiefkühlgerichten und Dosenfutter zubereiten.

Frauen brutzeln und schmoren öfter als Männer, was kaum überrascht, aber auch 16 Prozent von ihnen verschmähen jede Art von frischen Lebensmitteln in der Küche. Besonders viele Kochmuffel gibt es demnach in der Altersgruppe bis 35 Jahre, in der nach eigenen Angaben 46 Prozent ohne frische Zutaten fürs Essen auskommen. An den Wochenenden besinnt sich allerdings fast ein Drittel der jungen Deutschen auf die gesündere Alternative zum Fast- und Instantfood, deutlich häufiger als der Rest der Bevölkerung. DER FEINSCHMECKER sieht den Trend zum Singledasein als Grund für die mangelnde Küchenpraxis, „denn wer allein ist, kocht nicht so gern“ und schon gar nicht mit frischen Zutaten.

Das Magazin warnt: „Für die Zukunft von Familie und Esskultur ist dieser Trend alarmierend“.

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