Konsum von frischem Obst in Deutschland weiter rückläufig

Der Konsum von Frischobst in Deutschland verringert sich seit mehreren Jahren. Waren es 2004 noch 94 Kilogramm pro Haushalt, so sank die Menge im Jahre 2008 auf 83,6 Kilogramm. Dennoch erwarte der Deutsche Fruchthandelsverband e.V. (DFHV) in den kommenden Jahren eine Trendwende, so der Präsident des Verbandes, Jürgen Boruszewski, in Berlin.

Denn das Grüne Sortiment entspreche in idealer Weise den Wünschen der Verbraucher nach einer gesunden und natürlichen Ernährung sowie dem ernährungspolitischen Bewusstsein unserer Zeit. Diese Sichtweise entspricht auch den Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation und der Deutschen Gesellschaft für Ernährung. Beide Organisationen raten zu einer täglichen Aufnahme von 650g Obst und Gemüse.

Auch die klimapolitischen Ziele werden beim Anbau von Obst und Gemüse positiv unterstützt. Dieser sei deutlich weniger energie- und flächenintensiv als der von anderen Frischeprodukten. Von allen Lebensmitteln hätten Obst und Gemüse bei weitem die beste Klimabilanz.

Um den Trend in Richtung Mehrverzehr von Obst und Gemüse weiter zu fördern, verwies Boruszewski auf Empfehlungen des Präsidenten des Umweltbundesamtes nach einer mehr mediterranen Lebensweise. „Dies ist eindeutig auch die Forderung nach einem höheren Konsum von Obst und Gemüse.“ So sei in Spanien und Italien der Konsum von Obst und Gemüse doppelt so hoch wie in Deutschland.

Ein erster Ansatz sei in Deutschland auch die finanzielle Förderung von Schulfruchtprogrammen. Diese Versorgung von Schulen mit frischem Obst und Gemüse habe der Fruchthandel bereits in der Vergangenheit gemeinsam mit der Kampagne 5amTag unterstützt.

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