Nur angestrengt oder schon ausgebrannt? – Frühwarnsignale beim Burnout

Das Musikduo Rosenstolz hat soeben seine Deutschlandtour deswegen abgesagt, Fernsehkoch Johann Lafer spricht offen im Fernsehen darüber: Burnout. Doch nicht nur prominente Leistungsträger fühlen sich ausgebrannt. Grundsätzlich kann es jeden treffen, der beruflich oder privat stark gefordert wird. Zukunftsängste erhöhen den Druck. Doch welches sind die Warnsignale, bei denen unbedingt die Alarmglocken schrillen sollten? Die Unternehmensberatung The Right Way fasst die wichtigsten Burnout-Symptome zusammen.

Burnout wird definiert als ein Syndrom der emotionalen Erschöpfung, der Depersonalisation und der reduzierten persönlichen Leistung. Burnoutpatienten brauchen nicht selten länger als ein Jahr, bis sie beruflich wieder einsatzfähig sind – nicht nur für die Betroffenen, sondern auch für die Arbeitgeber eine enorme Belastung. Doch nicht jeder, der sich häufig erschöpft fühlt, ist ein Burnoutkandidat. Mögliche Warnsignale gibt es auf verschiedenen Ebenen:

Kognitive Ebene:
Gedanken wie: „Pass auf!“, „Das schaffe ich nie“, „Auch das noch!“, Leere im Kopf, Denkblockaden, Konzentrationsstörungen, Realitätsflucht, Alpträume und Wahrnehmungsstörungen

Vegetativ-muskuläre Ebene und Befindlichkeitsstörungen:
Trockener Mund, weiche Knie, flaues Gefühl, Herz-Kreislauf-Beschwerden, Verdauungsbeschwerden , Erschöpfung und Schlafstörungen , Kopfschmerzen und Migräne, Krankheitsanfälligkeit

Muskuläre Ebene:
Starre Mimik, Fingertrommeln oder Fußwippen, Verspannungen, Rückenschmerzen, Stottern, leichte Ermüdbarkeit, Krampfneigung oder Muskelzittern

Erkrankungen:
Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Herzinfarkt (!), Magen-Darmkrankheiten, psychische Krankheiten wie Depressionen, Atemwegserkrankungen, Suchterkrankungen, chronische Immunschwäche

Wenn diese Symptome entweder gehäuft auftreten oder sich steigern, ist Vorsicht geboten. „Wenn etwa die Ermüdung der Muskeln zu leichten Verspannungen führt, ist das noch nicht bedenklich. Wenn diese Verspannungen aber dauerhaft anhalten und zu Unbeweglichkeit, Blockaden und Durchblutungsstörungen führen, dann ist es höchste Zeit, die Lebensweise zu ändern. Denn in letzter Konsequenz kann dies zu Schlaganfall oder Herzinfarkt führen“, so Peter Buchenau, Unternehmensberater und Stress- und Burnoutpräventionstrainer bei der The Right Way GmbH.

Eine Möglichkeit, dem Burnout vorzubeugen, sind Präventionstrainings. Hierbei lernen die Teilnehmer, wie sie Stressoren erkennen und wie sie am besten damit umgehen, um Stress und Burnout von vornherein zu vermeiden. Angebote gibt es zum Beispiel im Internet unter www.stressregulierung.de.

Weitere Infos erhalten Interessierte auch während der Cebit in Halle 6, Stand D13: The Right Way und Deutscher Managerverband .

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