Sanfte Hilfe für sensiblen Nacken – Mit innovativen Therapien gegen Beschwerden an der Halswirbelsäule

Mehr als 25 Millionen Euro kosten Rückenprobleme jährlich – und stellen damit zu Recht die teuerste Krankheit Deutschlands dar. Als außerordentlich sensibler Teil des Rückens gilt die Halswirbelsäule. Durch ihre besondere Anatomie und Beweglichkeit erfährt sie Belastungen, die leicht zu Verschleißerscheinungen führen. Patienten mit Erkrankungen in diesem Bereich – dem sogenannten HWS-Syndrom – klagen über vielfältige Symptome: Schwindel, Kopf- und Nackenschmerzen, die bis in die Arme ausstrahlen, Taubheitsgefühle und Ohrgeräusche. Neben diesen Beschwerden treten auch Instabilität oder sogar Bandscheibenvorfälle auf. Dr. Munther Sabarini, Neurochirurg und Gründer der Internationalen Wirbelsäulenklinik Berlin, erklärt, wie in der empfindlichen Körperregion nun neue, schonende Therapien zum Einsatz kommen.

Beschwerden durch Verschleiß

Sehr gute Erfolge erzielt die Perkutane Laserdiskusdekompression, die der Therapie von Bandscheibenvorfällen dient. Vorwölbungen an Austrittsstellen verdampft ein Laser einfach. Schnitte oder eine Vollnarkose erfordert dieser 30-minütige Eingriff nicht, da eine Spezialnadel hierbei lediglich die Haut punktiert. Ergebnis: behutsame Entlastung der Neuralstrukturen und somit deutliche Schmerzlinderung. Erkrankungen wie die Spinalkanalstenose oder kräftige Bandscheibenvorfälle lassen sich mithilfe von Mikrochirurgie beheben. Anders als bei herkömmlichen Methoden genügt ein kleiner Schnitt von etwa ein bis drei Zentimetern Länge. Dadurch verringert sich die Gefahr für anschließende Narbenbildung des Gewebes deutlich. Direkt an geschädigte Wirbel oder Bandscheiben geführt, entfernt eine Sonde überstehendes Gewebe und erweitert den Wirbelkanal leicht, um Nervenwurzeln zu entlasten. Außerordentlich effektiv wirkt das neue Verfahren der Bandscheibenzüchtung, das starker Gewebedegeneration entgegenwirkt.
Unter örtlicher Betäubung und Bildwandlerkontrolle entnehmen wir eine geringe Menge an Zellen und Blut. Anschließend isolieren wir im Labor unter höchsten Sicherheitsstandards intakte Zellen und vermehren diese“, erläutert Dr. Sabarini. Nach einigen Wochen erfolgt eine Re-Injektion in die Bandscheibe, die dadurch wieder an Volumen und Funktion gewinnt. Als erster Neurochirurg weltweit wendete Dr. Sabarini die Technik auch an der Halswirbelsäule an. Allergien oder Abstoßreaktionen treten durch Verwendung körpereigenen Gewebes nicht auf.

Durch individuelle Lösungen dauerhaft schmerzfrei

„Häufig beobachten wir Degenerationen bei Menschen mit Bürojob, denn unser Rücken eignet sich für stundenlanges Sitzen und monotone Bewegungsabläufe eigentlich gar nicht“, weiß Dr. Sabarini. Bereits nach Abschluss des Wachstums setzen Abbauprozesse ein, die auch vor der Halswirbelsäule nicht haltmachen. „Meist behandeln wir Patienten, die lange Leidenswege und enorme Belastungen hinter sich haben“, berichtet der Experte. Noch immer erfolgen etwa bei Bandscheibenvorfällen oder Spinalkanalstenosen an der Halswirbelsäule unnötige, große Operationen. Erkrankte setzen sich nicht nur hohen Risiken aus, sondern erfahren meist auch keine langfristige Linderung. Schonende, mikrochirurgische Therapien ermöglichen indessen gezielte Hilfe. Dr. Sabarini betont: „Auch für Patienten mit HWS-Syndrom, die nicht mehr an Schmerzfreiheit glaubten, gibt es eine passende, individuelle Lösung.“

Weitere Informationen unter www.spine-clinic.de.

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