Schwefel – vergessenes Mineral, das in unserer täglichen Ernährung häufig fehlt

Bereits die alten Griechen und Römer nutzten Schwefelquellen, um Rheumakranken Heilung und Linderung zu verschaffen. Schwefel ein unverzichtbares mineralisches Element spielt eine ebenso essentielle Rolle im Stoffwechsel des Menschen wie die Mineralien Calcium, Magnesium, Natrium, Kalium, Zink, Fluor, Jod und Selen.

Dennoch wurde dem Schwefel sowie seinen organischen Verbindungen bislang nur wenig Aufmerksamkeit geschenkt. In den USA hat sich jedoch seit Jahren eine organische Schwefelverbindung aus der Natur, das Methyl-Sulfonyl-Methan (Dimethylsulfon), kurz MSM genannt, bei zahlreichen akuten und chronischen Erkrankungen bewährt und ist fester Bestandteil in der sanften Bekämpfung von Schmerzen, Entzündungen und vielen anderen Erkrankungen.

Der Mensch nimmt Schwefel durch den Konsum von tierischer und pflanzlicher Nahrung in unterschiedlichen Mengen auf. Der molekulare Aufbau sowie die Funktion von Hormonen und Enzymen, die u. a. in der Leber zur Entgiftung des Körpers vorkommen, sind abhängig vom Gehalt unserer Nahrung an elementarem Schwefel sowie seine Verbindungen. Zahlreiche Eiweißmoleküle und Aminosäuren in unserem Körper enthalten Schwefel, ohne den sie nicht funktionsfähig sind. Fehlt Schwefel in der Nahrung kann unser Eiweißstoffwechsel nicht mehr richtig funktionieren, die Proteinstrukturen werden fehlerhaft aufgebaut und können nicht mehr oder nur unzureichend die Aufgaben erfüllen, wofür sie bestimmt sind. Da unser Immunsystem aus zahlreichen Eiweißstoffen aufgebaut wird, die Schwefel enthalten, können bei Schwefelmangel Funktion und Schlagkräftigkeit stark beeinträchtigt werden.

Vergessen wir nicht unsere Haare, Haut, Nägel und Knorpel. Erst der im Körper gebundene Schwefel macht die Struktur und Festigkeit des Bindegewebes aus, da er für eine gelungene Kollagensynthese zuständig ist. Ohne Kollagen, das als Gerüstsubstanz im Körper für die Festigkeit und Struktur des Bindegewebes, der Sehnen, der Knorpel und der Knochen zuständig ist, wäre der Mensch ein formloser Zellhaufen. Wissenschaftler schätzen, dass im menschlichen Organismus insgesamt 150 Gramm Schwefel gebunden sein müssen, damit die Kollagensynthese reibungslos ablaufen kann. Auch der Aufbau von Kreatin im Körper ist von einem funktionstüchtigen Schwefelstoffwechsel abhängig. Nägel bestehen zu 98 Prozent aus Kreatin und auch sein Anteil im Haar ist hoch. Gesunde feste Nägel, elastische faltenlose Haut, dickes, glänzendes Haar haben ihren Ursprung in einem funktonstüchtigen Schwefelstoffwechsel.

Des weiteren ist bekannt, dass Schwefel in der Verbindung MSM ein Verstärker der meisten Vitamine und Mineralstoffe ist. Ähnlich wie das OPC in unserer Nahrung verlängert MSM zusätzlich die Lebensspanne dieser Vitalstoffe, indem es als Antioxidans diese Vitalstoffe ständig regeneriert. Weiterhin ist bekannt, dass Vitamine wie Vitamin C, Biotin und Vitamin B1 erst durch die Reaktion mit Schwefel aktiviert und somit funktionstüchtig werden.

Der Mensch deckt seinen täglichen Bedarf an organisch gebundenem Schwefel durch den Verzehr von frischem Obst, Gemüse, frischem Fleisch, Milchprodukten und frischen Meeresfrüchten. Bedingt durch die Weiterverarbeitung unserer Nahrung, wie Erhitzen, Kochen, Pasteurisieren und Bearbeiten, wird jedoch bei jedem Aufarbeitungsschritt der Gehalt an MSM reduziert, wie Dr. Robert Herschler, ein amerikanischer Pionier auf dem Gebiet der MSM-Forschung, festgestellt hat.

U. a. hat sich MSM äußert effektiv bei Autoimmunkrankheiten erwiesen. Verschiedene Studien zeigten, dass MSM bei Arthritis die Entzündung und Degeneration der Gelenke signifikant senken konnte, verbunden mit einer deutlichen Verminderung der Schmerzen. Eine Doppelblindstudie hat eine Reduzierung der Schmerzen bei Patienten mit Gelenkentzündung um 82 % nach einer Ergänzung von 2,25 Gramm MSM täglich über einen Zeitraum von 6 Wochen ergeben.

Wasser, Salz und natürlicher Schwefel sind die drei Hauptbestandteile unseres Körpers. Bei einer Ernährung, die aus wenig rohen Lebensmitteln besteht, ist es wahrscheinlich, dass wir nicht ausreichend Schwefel zu uns nehmen und eine Nahrungsergänzung mit MSM sinnvoll ist.

Dr. Heike Jürgens
www.topfruechte.de

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