Gehirndoping für die Karriere – bis zum Kollaps
Schlagwörter:aufputschmittel, burnout, drogen, leistungsfähigkeit, medikamente Gesundheit 30 Mai, 2009
“Kaffee” war gestern! Um bei zunehmendem Stress die eigene Leistungsfähigkeit zu erhöhen und dem wachsenden Druck stand halten zu können, greifen immer mehr Menschen zu Medikamenten und Drogen. Nicht selten mit verheerenden Folgen.
“Wie ein Stern, der nochmals hell aufleuchtet, bevor er verglüht”, so beschreibt ein Betroffener seinen Zustand kurz vor dem Kollaps. Obwohl ihm klar war, dass er von den Medikamenten abhängig werden konnte und die Nebenwirkungen auf Dauer Schaden anrichten würden: Für seine Karriere war er bereit, diesen Preis zu zahlen. Doch der Zusammenbruch ließ sich dadurch nicht verhindern – nur verzögern.
„Ebenso wie körperliche Schmerzen, so sind auch die Symptome des Burnout-Syndroms im Grunde eine gute Einrichtung der Natur: Sie sind ein Signal dafür, dass etwas nicht stimmt“, so Frank Berndt, Berater und Coach für vom Burnout-Syndrom betroffene Führungskräfte. Der Autor des Buches „30 Minuten gegen Burn-out“ rät deshalb, nicht die Symptome (z.B. Konzentrationsstörungen) zu bekämpfen, sondern den Ursachen dieses Leistungsabfalls auf den Grund zu gehen. Diese liegen nur zum Teil in den äußeren Umständen.
Zwar tragen hohe Arbeitsbelastung und Stress ihren Teil dazu bei, dass Menschen anfangen, auszubrennen und ihre Leistungsfähigkeit zu verlieren. „Doch wie kommt es, dass sich unter den gleichen widrigen Bedingungen nicht bei allen Symptome des Burnouts zeigen? Weshalb brennt der eine aus, während der andere immun gegen das Burnout-Syndrom zu sein scheint – und das, obwohl er in derselben Abteilung arbeitet und mit den gleichen Umständen zu kämpfen hat?“
Zu der äußeren Belastung muss noch eine zweite Komponente kommen, um am Burnout-Syndrom zu erkranken: die Persönlichkeitsstruktur des Betroffenen mit ihren inneren Antreibern. Diese in einer professionellen Beratung zu entlarven und zu überwinden ist der Schlüssel, um Burnout zu vermeiden und langfristig leistungsfähig zu sein – auch ohne Medikamente und Aufputschmittel.
Weitere Informationen: www.burnout-fachberatung.de
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17 Januar 2010 um 01:25 Uhr
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