Deutsche finden in persönlichen Krisen Halt im Beruf – Zeitdruck und mangelnde Freizeit laugen aber viele aus

Arbeit ist für viele Deutsche eine stabile Säule im Leben: 53 Prozent derjenigen, die schon persönliche Krisen durchgemacht haben, schöpften in schweren Zeiten Kraft aus dem Beruf. Das ergab eine Forsa-Umfrage im Auftrag des Hamburger Magazins stern. Allerdings arbeitet nicht jeder der 1003 Befragten in einer Position, die es erlaubt, den Beruf auch tatsächlich als Energiequelle zu nutzen: Nur 23 Prozent aller Erwerbstätigen sagen, dass ihnen der Job unterm Strich mehr Kraft gibt als raubt. 39 Prozent empfinden ihre berufliche Energiebilanz als ausgeglichen, 26 Prozent fühlen sich durch die Arbeit eher ausgelaugt.

Gestresst fühlen sich Berufstätige vor allem durch Zeitdruck (43 Prozent) zu wenig Freizeit (36 Prozent), schlechte Bezahlung (28 Prozent) sowie zu wenig Handlungsspielraum und unklare Anforderungen am Arbeitsplatz (je 21 Prozent). 14 Prozent sehen sich mit ihrer Qualifikation fehl am Arbeitsplatz, zwölf Prozent klagen über Probleme mit Vorgesetzten.

Unter Selbständigen ist die Rate der Zufriedenen laut Umfrage mit 34 Prozent besonders hoch. Bei Angestellten und Beamten sehen nur je 23 Prozent in ihrem Job eine Kraftquelle, unter Arbeitern sogar nur 15 Prozent.

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