Kurz vor Beginn der bundesweiten Impfaktion gegen die Schweinegrippe schwindet das Vertrauen der Bürger, auch wirklich den richtigen Impfwirkstoff zu bekommen: 55 Prozent der Deutschen sind nach der Diskussion um eine  „Zwei-Klassen-Impfung“ tief verunsichert.

„Die öffentliche Diskussion um die Verabreichung verschiedener Impfstoffe für Politiker und Volk führt dazu, dass viele glauben, sie bekämen ein minderwertiges Mittel“, sagt Klaus-Peter Schöppner, Geschäftsführer von Emnid.

Die Meinungsforscher haben zudem in der aktuellen Umfrage für den Nachrichtensender N24 nach der Bereitschaft gefragt, sich impfen zu lassen. Diese sank in den letzten Monaten dramatisch: waren im Juli noch 51 Prozent zur Impfung entschlossen, sind es jetzt nur noch 13 Prozent. Eine weitere Gruppe von 20 Prozent der Bürger ist noch unentschlossen. 66 Prozent schließen eine Impfung kategorisch aus. „Es ist bemerkenswert: Gerade jetzt, wo die Zahl der Schweinegrippefälle zunimmt, nimmt die Impfbereitschaft ab“, analysiert Schöppner. „Viele ziehen ihre Schlüsse aus der früheren Diskussion um die Vogelgrippe. Auch damals wurde die Gefahr beschworen, ohne dass etwas passierte. Viele glauben, dies könne auch jetzt so sein.“ Wie die Umfrage zeigt, halten 85 Prozent der Bundesbürger mittlerweile die Gefahr der Schweinegrippe für übertrieben.

Umfragezeitraum: 21.10.2009
Befragte: ca. 1.000
Fehlertoleranz: +/- 2,5

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