Experten erwarten scheinbare Nebenwirkungen bei Schweinegrippe-Impfung

Experten sorgen sich um den Erfolg der Impfkampagne gegen die Schweinegrippe, weil voraussichtlich schwere Erkrankungen fälschlich als Nebenwirkungen der Impfung angesehen werden. Die Präsidentin des Schweizerischen Impfkomitees, Claire-Anne Siegrist, sagte der ZEIT, sie sei nicht im Mindesten besorgt wegen der tatsächlichen Nebenwirkungen der Impfstoffe. Jedoch sei sie geradezu „in Panik wegen allem, was den neuen wirkverstärkten Impfstoffen angehängt werden wird“.

Nach Berechnungen eines internationalen Expertenteams ist bei einer Impfung von 30 Millionen Bundesbürgern damit zu rechnen, dass 3 Menschen innerhalb einer Woche danach plötzlich sterben, 10 weitere an der aufsteigenden Nervenlähmung Guillain-Barré-Syndrom (GBS) und 20 Menschen an einer Entzündung des Sehnervs erkranken werden. Bei 100 000 Schwangeren sind zudem 280 spontane Aborte innerhalb einer Woche nach der Impfung zu erwarten.

Diese Fälle spiegeln lediglich die normale Erkrankungsrate in der Bevölkerung wider, und würden daher auch unabhängig von der Impfaktion eintreten, betonen die Autoren der Studie, die am vergangenen Wochenende im britischen Fachblatt The Lancet veröffentlicht wurde.

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