Wenn ein Familienmitglied eine ansteckende Krankheit hat, sollten Kleidung und Bettwäsche bei 60 Grad mit einem Vollwaschmittel gewaschen werden, rät Dr. Helmut Mucha, Mikrobiologe beim Textilforschungszentrum Hohenstein Institute in Bönningheim im Apothekenmagazin „Senioren Ratgeber“. Ein unzureichendes Wäschewaschen trage zur Verbreitung von Grippe und Durchfallerkrankungen bei.

Kochwäsche sei normalerweise nicht erforderlich. Waschtemperaturen von 40 Grad aber könnten zum Beispiel die hochansteckenden Nonoviren, Auslöser einer schweren Magen-Darm-Infektion, überleben. „Kleidung, Handtücher und Bettwäsche von Kranken würde ich getrennt von der anderen Schmutzwäsche aufbewahren und waschen“, sagt der Hygiene-Experte.

Von desinfizierenden Hygienespülern rät er ab. Wichtiger seien allgemeine Hygienemaßnahmen. „Dazu gehört: Die Waschtrommel nicht überladen, und das Flusensieb ab und zu reinigen – dies verbessert die Spülwirkung.“ Die Trommel sollte nach dem Waschgang bei weit geöffneter Tür austrocknen können und der Waschmittelschacht stets gesäubert werden. „So vermeidet man Feuchtigkeit und Brutstätten für Mikroorganismen“, so Mucha.

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