Die ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände unterstützt die klare europäische Linie für einen stärkeren Schutz der Verbraucher und Patienten gegen gefälschte Medikamente. „Fälscher nehmen den Tod von Menschen billigend in Kauf, um ihren Profit zu optimieren. Wir brauchen eine breite gesellschaftliche Kampagne, um Verbraucher und Patienten stärker zu sensibilisieren und vor den Gefahren eindringlich zu warnen“, sagte ABDA-Präsident Heinz-Günter Wolf.

Nach Angaben von EU-Kommissar Günther Verheugen gingen den Zollbehörden in nur zwei Monaten mehr als 34 Millionen gefälschte Medikamente ins Netz. Problematisch ist nach Ansicht der ABDA die mangelhafte Kontrolle der Internetversender, insbesondere der ausländischen Anbieter, die in immer neuen Varianten mit Billigstangeboten locken. Der Preiskampf zwischen den Versandanbietern führe zwangsweise zu einem kaum kontrollierbaren Einkaufsverhalten bei Zwischenhändlern. Wolf: „Patienten können kaum zweifelsfrei feststellen, ob sie bei einer sicheren, legalen Versandapotheke oder bei einem illegalen Anbieter landen. Angesichts der dramatischen Entwicklung bei den Fälschungen muss die Politik ein schärferes Controlling durchsetzen. Eine einfache Liste zum Nachschlagen und nicht fälschungssichere Signets wie das des DIMDI helfen nicht wirklich weiter.“

Die Apotheker begrüßen grundsätzlich die Ziele der EU-Kommission, Arzneimittel zu kennzeichnen, um illegalen Anbietern den Garaus zu machen. Wolf: „Hier gibt es konkreten  Handlungsbedarf. Es wäre gut, wenn es eine flächendeckende, europäische Lösung gibt, die zusätzlich den Schutz der Patientendaten berücksichtigt.“

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