Bei medizinischen Analysemethoden steht nach Angaben von Diagnostika-Herstellern eine Miniaturisierung bevor, die mit der Entwicklung von Großrechnern hin zu winzigen Prozessoren verglichen wird. Für so gut wie jede medizinische Fragestellung werde es bald eigene Schnelltests im Scheckkartenformat sowie handliche Lesegeräte zur Auswertung geben, heißt es in der „Apotheken Umschau“.

Auf wenige Millimeter bis Zentimeter großen Plättchen aus Glas oder Kunststoff, in die winzige Kanäle und Reaktionskammern eingraviert sind, finden bei dieser Technologie chemische, biologische oder medizinische Untersuchungen statt. Die neuen Diagnostiksysteme sind ideal, um Bakterien und Viren, Allergien oder Stoffwechselerkrankungen aufzuspüren. Auch der Traum einer „personalisierten Medizin“ rückt dadurch näher – individuell auf den einzelnen Patienten zugeschnitten.

Die Laborchips sollen in Arztpraxen, Apotheken, aber auch zuhause beim Patienten einsetzbar sein. Heute funktionieren nach diesem Prinzip bereits Schwangerschafts- und Blutzuckertests. Komplexere „Lab-on-a-chip“-Systeme sind derzeit allerdings noch nicht so präzise wie herkömmliche Labormethoden. Diese sind auch noch weitaus preiswerter. Die Entwickler gehen davon aus, dass Massenproduktionsverfahren für die Laborchips diesen Nachteil bald ausgleichen werden.

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