Zur Prävention weiterer Gammelfleisch-Skandale muss die Kennzeichnungspflicht von Schlachtabfällen schnell Gesetz werden – notfalls im nationalen Alleingang. Der vzbv fordert Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner auf, die im Koalitionsvertrag vereinbarte Einfärbungspflicht rasch umzusetzen.

Es müsse verhindert werden, dass so genanntes K3-Matrial in Fleischprodukten, egal ob Döner oder Tortellini, verarbeitet werde. „Mit einem nationalen Alleingang kann man zwar keine Importe aus dem Ausland umgehen“, räumt vzbv-Vorstand Gerd Billen ein, „aber das Risiko der Verarbeitung von Gammelfleisch im Inland wird deutlich reduziert.“

Der vzbv begrüßt zwar die Ankündigung von Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner, sich in Brüssel für eine EU-weite Kennzeichnungspflicht einzusetzen. „Es ist aber nicht einzusehen, warum wir gegebenenfalls Jahre auf eine Regelung warten sollen“, sagt Billen. Eine nationale Einfärbungspflicht sei ein wichtiger Schritt, um die nach wie vor vorhandene Verunsicherung der Verbraucher beim Konsum von Wurst und Fleisch abzubauen.

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