Wohl jeder kennt das Gefühl von Angst und wird in seinem Leben mehr oder weniger häufig damit konfrontiert. Evolutionsgeschichtlich betrachtet ist Angst ein hilfreicher Affekt, der einem körperlichen Alarmsystem gleichkommt. Sie warnt uns vor Gefahren und setzt angemessene Reaktionen wie Kampf oder Flucht in Gang. Die körperlichen Anzeichen sind unterschiedlich und reichen von feuchten Händen über angespannte Muskeln bis hin zu Schwindelanfällen.

Laut der Mannheimer Psychotherapeutin und Buchautorin Doris Wolf wird etwa ein Fünftel der Deutschen von einer leichten Angst begleitet. Für jeden zehnten wirkt das Gefühl stark alltagseinschränkend. Wichtig für die Bekämpfung der übermäßigen Furcht ist die Frage nach der Angemessenheit der eigenen Reaktion. Die Expertin weist darauf hin, dass ein bisschen Angst manchmal sinnvoll sein kann, zum Beispiel vor Prüfungen. Bei zu starken Empfindungen wirkt sie wiederum hemmend und isolierend.

Laut der news.de-Redaktion für Gesundheit hat Angst vielerlei Ursachen. Traumatische Erlebnisse oder schwere Erkrankungen können lebenslange negative Assoziationen zur Folge haben. Nicht selten prägen auch überängstliche Eltern das Kind. Krankhafte Angst besteht allerdings dann, wenn der Betroffene häufig und für längere Zeit darunter leidet. Manchmal können die Angststörungen zu Depressionen oder Abhängigkeiten führen. Auch Zwangshandlungen sind eine ernstzunehmende Folge. Laut Wolf gibt es jedoch einen Weg aus der Angst: Jede erlernte Angstreaktion könne auch wieder verlernt werden. Wichtig sei hierfür nur, dass Hilfe in Anspruch genommen und mittels Selbsthilfegruppen, autogenem Training oder progressiver Muskelentspannung der Furcht entgegen gewirkt wird.

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