Wer regelmäßig in die Sauna geht, tut seiner Gesundheit etwas Gutes und hilft dem Körper, sich besser auf unterschiedliche Witterungsbedingungen einzustellen. Die Zeitschrift DAHEIM in Deutschland gibt in ihrer Februar/März-Ausgabe viele nützliche Tipps für das richtige Saunieren und erklärt, warum das Wechselbad zwischen Heiß und Kalt gerade im Winter so gut ist für Körper und Geist.

Grundsätzlich gilt: Vor dem Saunagang sollte man sich ausgiebig duschen und die Seife gründlich abwaschen, damit die Haut von Fetten und Ölen befreit wird. Erst wenn die Poren frei sind, kann die Haut gut schwitzen. Ein durchschnittlicher Saunagang sollte mindestens acht, längstens 15 Minuten dauern. Wichtig auch: Nach dem Saunagang muss zwingend die Abkühlung erfolgen, entweder in Form einer kalten Dusche oder durch das Abtauchen im Kaltwasserbecken und dann durch den Gang an die frische Luft, zum Beispiel in den Schnee. Danach ist zwingend eine Erholungsphase notwendig, wobei Fachleute dazu raten, sich in ein Handtuch oder eine warme Decke einzuhüllen und im Liegestuhl zu entspannen. Mehr als zwei bis drei Saunagänge in Folge sollte man nicht unternehmen, um den Kreislauf nicht zu überfordern.

Denn der Körper durchlebt beim Saunieren mehrfach Extremsituationen. Erst kommt es durch die Hitze der Sauna zwischen 90 und 100 Grad zur Erweiterung der Blutgefäße, wobei auf der Haut dann pro Minute bis zu zehn Gramm Wasser verdunsten. In der Abkühlungsphase wird die Körpertemperatur dann wieder auf Normalwerte gedrosselt, die Blutgefäße verengen sich. Für die Haut, so die Experten, ist dieses Wechselspiel die reinste Schönheitskur, weil die Haut gestrafft und der Alterungsprozess deutlich hinausgezögert wird.

Zudem wird die Haut während des Schwitzens von innen heraus gereinigt, sie arbeitet bei starker Schweißbildung wie eine zusätzliche Niere. So kommt es nicht selten vor, dass Menschen bei drei Saunagängen bis zu einem Liter Flüssigkeit verlieren und dabei auch große Mengen von Schwermetallen und Bioziden ausscheiden.

Aber Saunieren sorgt nicht nur fürs Wohlbefinden, es ist auch medizinisch wichtig: „Saunieren stärkt das Immunsystem und sagt so den Viren den Kampf an“, betont Rainer Brenke, Chefarzt der Hufeland Klinik in Bad Ems, in der neuen Ausgabe von DAHEIM in Deutschland. So hilft die heiße Luft jenen Patienten, die unter chronischer Bronchitis leiden; auch Menschen, die Darmprobleme oder oftmals Krämpfe haben, kann die Hitze Linderung bringen.

Hingegen sollte man mit einer Erkältung oder frischen Infekten die Sauna meiden, weil die Symptome durch die Wärme- und Kältereize besonders heftig auftreten können. Vorsicht ist auch geboten, wer medizinisch vorbelastet ist. So sollten Bluthochdruck-Patienten mit der Abkühlung zurückhaltend sein. Und wer einen Herzinfarkt hatte, muss sich vor dem Saunabesuch mit seinem Arzt beraten. Das gleiche gilt für Schwangere.

Nach Schätzungen des Deutschen Sauna-Bundes besuchen 30 Millionen Deutsche regelmäßig die Sauna. „Aktuell gibt es bei uns 2365 öffentliche Saunen“, sagt Geschäftsführer Rolf Pieper. Dabei gibt es aber längst nicht mehr nur die klassische „finnische Sauna“ mit trockener Hitze, sondern zahlreiche Varianten mit unterschiedlichen Beleuchtungs- und Bestrahlungsvarianten. Und auch bei der Frage der Temperatur existieren Alternativen.

So ist in einer Bio-Sauna die Luft zwar deutlich feuchter, dafür ist die Temperatur mit 60 Grad aber gemäßigter. Eine Alternative zur Sauna ist auch das Dampfbad. Dort ist es zwischen 40 und 50 Grad warm, dafür liegt die Luftfeuchtigkeit aber bei fast 100 Prozent.

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