Weniger Stress, mehr Gelassenheit –  laut einer Forsa-Umfrage ist dies der häufigste Vorsatz für 2010. Kein Wunder, acht von zehn Deutschen fühlen sich gestresst, suchen im Dschungel der Entspannungs-Angebote nach Möglichkeiten zum Relaxen. Wie die Zeitschrift VITAL in ihrer aktuellen Ausgabe (02/10: EVT: 20.01.2010) berichtet, ist die richtige Entspannungsmethode allerdings vom jeweiligen Wahrnehmungstyp abhängig. „Ob eine Methode hilft, hängt unmittelbar damit zusammen, wie Sie Ihre Umwelt vorzugsweise wahrnehmen“, erläutert die Heilpraktikerin und Autorin Doris Ehret-Wemmer.

Die Expertin unterscheidet dabei den visuellen, den auditiven und den kinästhetischen Typ. Visuell empfängliche Menschen verlassen sich in erster Linie auf ihre Augen, können Bilder und optische Reize am besten verarbeiten. Beste Entspannungsmethode für diesen Wahrnehmungstyp ist die sogenannte Fantasiereise – ein gelenkter Tagtraum, der zum Beispiel eine Reise durch den Körper sein kann. Der auditive Typ dagegen zählt Sprechen und Zuhören zu sein Stärken, ist oft Musikliebhaber. Diesen Ohrenmenschen empfiehlt die Expertin zur Entspannung das autogene Training, bei dem autosuggestive Formeln das vegetative Nervensystem in den Erholungszustand umschalten lassen.

Für kinästhetisch veranlagte Menschen wiederum sind Fühlen und Einfühlen entscheidend; sie fassen Dinge an und nehmen gerne Körperkontakt auf. Laut Ehret-Wemmer entspannt dieser Typ am besten mit der von Edmund Jacobson entwickelten progressiven Muskelrelaxation. Dabei werden bestimmte Muskelpartien nacheinander einige Sekunden angespannt und danach bewusst entspannt.

Hat man die für sich richtige Methode gefunden und erlernt, kann man schon bald deutlich besser mit Stress umgehen und innerhalb weniger Augenblicke auf Entspannung umschalten. Der Zeitaufwand muss dabei nicht groß sein. „15 Minuten täglich genügen“, empfiehlt die Expertin. „Die kann und sollte sich jeder nehmen.“

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