Rhinitis, Zystitis oder idiopathisch: Der heutige Patient will den Ausführungen des Arztes folgen können. Doch Arzt und Patient sprechen oft  immer noch verschiedene Sprachen. Das berichtet die Neue Apotheken Illustrierte in ihrer aktuellen Ausgabe vom 15. Januar 2010 und gibt gleichzeitig Übersetzungshilfen. Medizinerlatein hat eine jahrhundertelange Tradition. »Latein war die damalige Wissenschaftssprache, so wie es heute Englisch ist«, erklärt Apotheker und Pharmaziehistoriker Privatdozent Dr. Axel Helmstädter, Eschborn, in dem Heft.

Und der Vorwurf, Ärzte würden manchmal mit Absicht Fachchinesisch verwenden? »Historisch gesehen ist da was dran«, berichtet Helmstädter. »Weil der Patient nicht wissen sollte, wie es um ihn steht, haben Ärzte absichtlich Latein gesprochen. Der Patient war jahrhundertelang nur das Objekt der Behandlung.« Die heutige Denkweise über den »mündigen Patienten«, der aufgeklärt ist und aus freien Stücken in Behandlungsstrategien einwilligt, ist kaum 50 Jahre alt.

Kleiner Tipp: Wer sich auf den Arztbesuch vorbereitet und bereits zu Hause notiert, was er seinen Arzt fragen möchte, vergisst nichts. So holt man das Bestmögliche aus dem Termin heraus. Welche Medikamente sich miteinander vertragen und welche nicht und wie man Arzneimittel richtig anwendet, darüber beraten ausführlich die Apotheken.

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