Sind Antioxidantien, gern auch als „Radikalenfänger“ bezeichnet, gar nicht so wirkmächtig, wie sie in jüngster Vergangenheit beschrieben wurden? Sie stecken als Vitamine und Pflanzenstoffe in vielen Nahrungsmitteln und sollen vor Krankheiten schützen, die Abwehr stärken und das Altern ausbremsen. Neue Untersuchungen aber deuten darauf hin, dass die Wirkungen der Antioxidantien äußerst vielschichtig und zum Teil widersprüchlich sind. Die Forschung kennt längst nicht all ihre Facetten.

Manchmal scheinen sie gar direkt schädlich zu sein. So argwöhnt der Jenaer Ernährungswissenschaftler Professor Michal Ristow, sie könnten die heilsamen Effekte von Sport zunichte machen und die Entstehung von Diabetes fördern. „Oxidative Prozesse im Körper sind wichtig, um Fitness aufzubauen und auf veränderte Stoffwechselbedingungen zu reagieren“, erklärt er in der „Apotheken Umschau“. „Antioxidantien behindern diesen Vorgang.“ Die reinen Heilsbringer sind sie wohl nicht, umgekehrt aber nun auch nicht zu verdammen. “

Anscheinend gilt für Antioxidantien, was allgemein für die Ernährung gilt: Ausgewogenheit ist gesund“, sagt der Berliner Lebensmittelchemiker Dr. Sascha Rohn. Mit Obst und Gemüse nehmen wir reichlich davon auf. „Das hat sich als gesund bewährt“, so Rohn.

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