Pflanzliche Arzneimittel, so genannte Phytopharmaka, stehen bei Deutschlands Patienten hoch im Kurs. Den Ergebnissen einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts forsa zufolge, die im Auftrag der Apotheken-System-Vertriebsgesellschaft AVIE durchgeführt wurde, haben mehr als die Hälfte der über 1.000 Befragten bereits Phytopharmaka eingenommen. Die Mehrheit der Phytopharmaka-Verwender nimmt diese Arzneimittel bei auftretenden Beschwerden, vor allem bei Erkältungskrankheiten, ein. Das große Interesse an pflanzlichen Arzneimitteln haben die AVIE Apotheken bundesweit zum Anlass genommen, im Februar die Aktion „Kräuterschnuppern – Gegen jede Erkältung ist ein Kraut gewachsen“ zu starten. „Ziel der Aktion ist es, den Kunden den Nutzen pflanzlicher Arzneimittel näher zu bringen“, erläutert AVIE Geschäftsführer Rainer Walter Schell.

Die forsa-Umfrage erbrachte noch weitere interessante Ergebnisse. So verwenden westdeutsche Patienten diese Präparate vergleichsweise häufiger als ostdeutsche.

Zur Behandlung von Erkältungen oder zur Vorbeugung gegen Erkältungskrankheiten nehmen 64 Prozent bzw. 53 Prozent diese Medikamente ein. Danach folgt die Bekämpfung von Magen- oder Verdauungsbeschwerden mit Hilfe dieser Arzneimittel (41 Prozent). Jeweils ca. ein Drittel verwendet Phytopharmaka bei Bronchitis, Schlaflosigkeit oder Nervosität. Die Mehrheit von ihnen gab an, auch ihre Kinder mit diesen Arzneimitteln zu behandeln. Das große Plus der Phytopharmaka ist nach Ansicht der Befragten ihre gute Verträglichkeit (88 Prozent) und die geringen Nebenwirkungen (83 Prozent). Drei Viertel der Verwender bevorzugen pflanzliche Arzneimittel aufgrund ihrer milden Wirksamkeit.

Gut jeder zweite Phytopharmaka-Verwender entscheidet sich selbst für die Einnahme von pflanzlichen Präparaten. Gut ein Viertel richtet sich nach der Empfehlung eines Apothekers und ein Fünftel nach der mündlichen Empfehlung eines Arztes. 14 Prozent haben vom Arzt ein grünes Rezept erhalten, auf dem ein pflanzliches Arzneimittel empfohlen wurde und ebenso vielen wurde eine solches Präparat auf Kosten der gesetzlichen Krankenversicherung verordnet. Frauen richten sich in ihrer Entscheidung für Phytopharmaka häufiger nach der Empfehlung eines Apothekers als Männer.

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