Wenn Frauen oder Männer beim jeweiligen Partner emotionale Untreue vermuten, egal ob als handfesten Flirt oder eine platonische Freundschaft, schrillen bei Frauen eher die Alarmglocken. Das fand Professor Jens Asendorpf, Psychologe an der Humboldt-Universität Berlin in einer Studie mit 20- bis 30-jährigen Teilnehmern bestätigt, berichtet die „Apotheken Umschau“.

Frauen reagierten sensibler, „weil der Mann droht, Ressourcen zu hinterziehen“. Dabei gehe es nicht um Sex. Die Ressourcen hießen Aufmerksamkeit, Vertrauen und Freundschaft. Der Psychologe Mathias Jung von der Gesellschaft für Gesundheitsberatung Lahnstein hält Eifersucht im Prinzip für eine gesunde Reaktion zur Selbstbehauptung. Schlägt sie aber in Aggression um, diktieren Angst und Kontrolle die Beziehung. Dann ist es besser, professionelle Hilfe zu suchen, zum Beispiel in einer klassischen Verhaltenstherapie. Normale Eifersüchteleien könnten aber auch wie eine „Vitaminspritze“ für eine Beziehung sein, um mehr Aufmerksamkeit einzufordern. „Das beherrschen Frauen besser als Männer“, weiß Jung.

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