Die Terahertz-Strahlung, mit der Körperscanner arbeiten, die an Sicherheitskontrollstellen Menschen bis auf die Haut durchleuchten sollen, ist zwar lange bekannt, ihre biologischen Auswirkungen sind aber wenig erforscht. Gesundheitliche Gefahren seien aber „äußerst unwahrscheinlich“, erklärt der Mediziner Dr. Jens Soetebier von der Terahertz-Forschungsgruppe der Ruhr-Universität Bochum in der „Apotheken Umschau“.

Die Strahlen wirkten anders als potentiell krebserregende Röntgenstrahlen. „Es kommt praktisch nur zu einer Berührung der obersten Hautschicht, der Körper wird nicht durchstrahlt“, so Soetebier. Die Terahertz-Strahlen durchdringen Papier, Kleidung und Kunststoffe. Scanner können entweder vom Körper natürlicherweise abgegebene Terahertz-Strahlung aufnehmen oder diese in Richtung Körper senden und die zurückgeworfene Strahlung analysieren. Sie können sogar äußerlich sichtbar machen, aus welchem Material ein versteckter Gegenstand besteht.

Über die gesundheitliche Unbedenklichkeit wollen die Forscher aber noch keine endgültige Aussage treffen, da Studien dazu noch laufen. Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger: „Es versteht sich von selbst, dass von einem Körperscanner keinerlei Gesundheitsgefahren ausgehen dürfen“, sagte sie der „Apotheken Umschau“. Auch der Schutz der Intimsphäre müsse „vollständig gewährleistet“ sein.

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