Im Dreck von Stallwänden und im Stallstaub suchen Forscher nach den Stoffen, die Kindern von Bauernhöfen offenbar einen Schutz vor Allergien bescheren. Es ist gut belegt, dass diese seltener allergisch reagieren als andere Kinder. Professor Albrecht Bufe, Leiter der Abteilung Experimentelle Pneumologie an der Universitätsklinik Bochum, versucht zusammen mit anderen Wissenschaftlern herauszufinden, ob sich Schutzfaktoren isolieren lassen, die wie eine Impfung gegen Allergien vorbeugen könnten. „Wir haben inzwischen drei heiße Favoriten“, sagt er in der „Apotheken Umschau“.

„Die ersten beiden sind harmlose Stallbakterien, der dritte eine Substanz, die in großen Mengen im Heu steckt.“ Im Tierversuch wurden die Stoffe bereits getestet. „Tatsächlich haben unsere Mäuse keine Allergien entwickelt“, erklärt Bufe. Doch er bremst zugleich zu hohe Erwartungen. Vor ersten Tests an Menschen müssen die Wissenschaftler noch umfangreiche Vorarbeiten leisten. Bufe sieht sich und seine Kollegen auf dem richtigen Weg, sagt aber selbstkritisch: „In der Wissenschaft muss man immer mit allem rechnen.“

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