Der Patientenbeauftragte der Bundesregierung, Wolfgang Zöller (CSU), hat vor einer Ausweitung der Rabattverträge bei Arzneimitteln gewarnt. Es sei „ein Problem“,  dass viele Patienten auf ihr gewohntes Medikament verzichten müssten, weil ihre Kasse Rabattverträge mit anderen Arzneiherstellern abgeschlossen habe, sagte Zöller der „Saarbrücker Zeitung“ (Sonnabend-Ausgabe).

Die Krankenkassen müssten stattdessen die Möglichkeiten der Festbetragsregelung besser ausschöpfen, verlangte der CSU-Politiker. Festbeträge sind Höchstgrenzen, bis zu denen die Kassen bestimmte Medikamente bezahlen. „Würden die Kassen diese Festbeträge niedriger aushandeln, dann würden sich auch viele Rabattverträge erübrigen“, so Zöller. Auf diese Weise könnten die Patienten weiter ihr gewohntes Medikament erhalten. „Ich wundere mich schon, warum manche Kassen die Rabattverträge preisen, aber ihre Hausaufgaben bei den Festbeträgen nur unzureichend erledigen“, sagte Zöller.

Seit dem 1. April müssen sich viele Versicherte wegen der Rabattverträge auf neue Arzneimittel einstellen. Die Krankenkassen sparen dadurch Kosten in Millionenhöhe.

Quelle: Saarbrücker Zeitung

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