Der Arzneimittelversandhandel hat im vergangenen Jahr im Bereich der rezeptfreien Medikamente und Gesundheitsmittel ein Umsatzwachstum von 31,6 Prozent im Vergleich zu 2008 verzeichnet. Dies erklärte Ralf Voigt, Senior Manager von IMS Consumer Health im Rahmen seines Vortrages beim 3. Kongress des Bundesverbands Deutscher Versandapotheken (BVDVA) in Berlin. Demgegenüber hatte der Gesundheitsmarkt insgesamt lediglich ein Umsatzplus von zwei Prozent.

„Inzwischen liegt der Versandhandelsumsatz im OTC Markt (Over the Counter) zwischen neun und zehn Prozent. Der OTC Umsatz wandert aus der stationären Apotheke in den Versandhandel ab“, sagte Voigt. Die Verbraucher kaufen offensichtlich selektiv im Versandhandel und bevorzugen bestimmte Produkte. So werden vor allem starke und hochpreisige Marken im Versandhandel nachgefragt, so dass auf die Top 10 Produkte 24 Prozent des Versandapothekenumsatzes entfallen Hierzu gehören Produkte wie Voltaren, Tebonin, Wobenzym, Gingium, Orthomol und Aspirin.

Die Top10 Produkte der Versandapotheke nochmals reduziert!

Voigt riet den Versandapothekern, sich mittelfristig weitere Segmente zu erschließen. Denn der im Versandhandel noch unbedeutende Umsatzanteil rezeptpflichtiger Medikamente und Warengruppen der Akutmedikation würden noch große Potentiale bieten. Für erstere wären Veränderungen politischer Rahmenbedingungen bedeutsam, auf die Versandapotheken schnell und flexibel reagieren müssten.

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