Etwa 15 Prozent der Deutschen leiden an Migräne. Vor allem Frauen sind betroffen. Der Aspirin-Wirkstoff Acetylsalicylsäure lindert wirksam und verträglich Migräne-Kopfschmerzen, das hat eine neue wissenschaftliche Auswertung von 13 Studien mit 4.222 Patienten der renommierten britischen Cochrane Collaboration bestätigt. Die Einzeldosis von 900 bis 1.000 Milligramm Acetylsalicylsäure führte nach zwei Stunden bei jedem zweiten Patient zu einer deutlichen Schmerzlinderung, jeder vierte war sogar völlig schmerzfrei. Bei Patienten, die bereits nach zwei Stunden eine Schmerzlinderung erfahren hatten, konnte der Kopfschmerz auch weiterhin innerhalb von 24 Stunden und im Vergleich zu Placebo stärker gelindert werden. Im Vergleich mit dem rezeptpflichtigen Migräne-Medikament Sumatriptan (50 Milligramm) war die Wirkung von Aspirin vergleichbar.

Migräne-Begleitsymptome wie Übelkeit, Lärm- und Lichtempfindlichkeit verbesserten sich nach der Aspirin-Einnahme ebenfalls und konnten durch die gleichzeitige Gabe von Metoclopramid – einem Medikament gegen Übelkeit – noch stärker reduziert werden.

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Die Verträglichkeit von Aspirin in Kombination mit Metoclopramid war im Vergleich zu 100 Milligramm Sumatriptan besser. Unerwünschte Wirkungen unter der Therapie mit Aspirin waren überwiegend leicht und vorübergehender Natur und traten nur 2-3 Prozent häufiger als unter Placebo auf.

Besondere Darreichungsform beschleunigt

Aspirin Migräne enthält pro Brausetablette 500 Milligramm Acetylsalicylsäure. Die Darreichungsform beinhaltet ein spezielles Puffersystem, durch das die Magenpassage des Wirkstoffs beschleunigt werden kann. Das ist wichtig, weil dieser Prozess bei Migränepatienten oft verlangsamt ist. Der Puffer von Aspirin Migräne gleicht dies aus, so dass der Wirkstoff rasch in den Dünndarm und von dort in den Blutkreislauf gelangt. Auf diese Weise wird schnell eine hohe Wirkstoffkonzentration im Blut erreicht. Wichtig ist, zwei Brausetabletten, also 1.000 Milligramm rechtzeitig, am besten direkt mit Einsetzen der Kopfschmerzen bzw. nach dem Abklingen der Seh- und Empfindungsstörungen (Aura), einzunehmen.

Cochrane Collaboration

Die Cochrane Collaboration ist ein Zusammenschluss von Wissenschaftlern, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, systematische Auswertungen und Meta-Analysen von qualitativ hochwertigen, randomisierten und kontrollierten Studien zu erarbeiten. Die Analysen gelten bei Ärzten als wegweisend und Orientierungshilfe bei der Therapiewahl.

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