Fettarme Diät verschlimmert Winter-Depression

Menschen, die an Winter-Depression leiden, sollten jetzt keine Diät beginnen. In einem am Montag vorab veröffentlichten Gespräch mit der Verbraucherzeitschrift „Guter Rat“ (März-Ausgabe, Heft 3/2011) betonen Experten, dass eine fettarme Ernährung die Beschwerden deutlich verschlimmern könne, weil der Körper dadurch nicht genug Serotonin produziere. Eine fettreiche Kost kurbelt die Bildung des „Glückshormons“ dagegen an.

Der Chefarzt der Psychiatrischen Universitätsklinik der Berliner Charité, Dr. Dieter Kunz, erklärt, dass Winter-Depressionen entwicklungsgeschichtlich „ein Überbleibsel des Winterschlafs“ sind und vor allem durch Lichtmangel ausgelöst werden. Darum sollten die Betroffenen sich möglichst viel im Freien aufhalten. „Am wichtigsten ist das Licht am Morgen“, sagt Kunz. „Je kaltweißer, desto besser.“ Aber auch Ausdauersport wie Walken oder Joggen hellt die Stimmung auf und wirkt sogar besser als Medikamente.

Winter-Depressionen entwickeln sich immer mehr zu einer Volkskrankheit. Fast ein Fünftel der Deutschen wird schon von der Trübsal gepeinigt. Jeder 20. leidet sogar so stark, dass eine ärztliche Behandlung notwendig ist. Statistisch trifft das winterliche Gemütstief Menschen zwischen dem 25. und dem 40. Lebensjahr besonders häufig. Frauen leider deutlich öfter unter dem „Blues“ als Männer. Spätestens ab Ende März ist der Spuk in der Regel jedoch vorbei, weil das längere Tageslicht die Serotonin-Produktion des Körpers ausreichend stärkt.

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