Vitamine? Ja, aber… sie können nützlich, überflüssig oder sogar schädlich sein

Vitamine – sie haben ein unglaublich positives Image und gelten als kleine Alleskönner, denn unser Körper braucht täglich eine Vielzahl an Vitaminen, damit wir gesund und fit bleiben. Unser Organismus kann bis auf wenige Ausnahmen Vitamine nicht selbst herstellen, sondern muss sie über die Nahrung aufnehmen, schreibt das Apothekenmagazin „Diabetes Ratgeber“. Und damit man besonders leistungsfähig bleibt, nehmen viele Menschen gerne noch eine tägliche extra Portion Vitaminpräparate. Aber hilft viel auch tatsächlich viel? haben wir den Chefredakteur und Allgemeinmediziner Dr. Andreas Baum gefragt:

So kann man das nicht sagen. Es gibt sogar Studien, die nachgewiesen haben, dass ein Zuviel an Vitaminen schaden kann. Deshalb raten viele Experten davon ab, dass man einzelne Vitamine und ohne ärztlichen Rat hoch dosiert und auf Dauer einnimmt.

Früher litten Menschen häufig unter Vitaminmangel. Wie sieht das heute aus und wie erkennt man eine Mangelerscheinung?

Vitaminmangel kann man eigentlich nur anhand von Blutuntersuchungen feststellen. Wobei man sagen muss, dass schwere Vitaminmangelzustände, z.B. der Skorbut durch einen Vitamin-C-Mangel, in Deutschland und auch in anderen Industriestaaten sehr selten vorkommen. Das gibt es, wenn überhaupt, heute noch in Entwicklungsländern.

Nehmen wir denn tatsächlich genug Vitalstoffe über unsere Nahrung auf?

Das kann man in den allermeisten Fällen mit „Ja“ beantworten. Gute Vitaminlieferanten sind z.B. Vollkornprodukte mit viel Vitamin B, Brokkoli, da steckt viel Vitamin C, Vitamin A, Vitamin E drin. Und Vitamin D, das ja sehr wichtig ist für unser Knochenwachstum und auch den Blutzuckerstoffwechsel günstig beeinflussen soll, das bildet unser Organismus nur, wenn er genug Sonnenlicht bekommt, d.h. wir sollten jeden Tag etwa eine viertel bis eine halbe Stunde an die Sonne gehen.

Allerdings können in bestimmten Krankheitsfällen Vitamin-Kombinationspräparate eine Zeitlang sinnvoll sein, berichtet der „Diabetes Ratgeber“.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.