Wer mit vielen Keimen groß wird, leidet später weniger unter Allergien

Was haben Kühe und ein Kindergarten gemeinsam? Beide schützen vor Allergien! Kaum zu glauben, aber offensichtlich wahr, sagt Martin Allwang von der Apotheken Umschau: „Das Auseinandersetzen des Immunsystems mit echten Krankheitserregern – Bakterien und Viren – scheint das Immunsystem so zu beschäftigen, dass es nicht nebenher dann Unverträglichkeiten gegen harmlose Dinge entwickelt. Das ist für Kinderkrippen ganz gut untersucht für Infekte in der Kindheit. Und es ist ganz gut untersucht für den Kontakt mit bestimmten Keimen, die in Kuhställen vorkommen.“

Wer mit seinen Kindern auf dem Bauernhof Urlaub macht oder sie in den Kindergarten gibt, der tut ihnen also etwas Gutes. Weniger gesund ist es, wenn man zu dicht an einer großen Straße wohnt:

„Statistisch gesehen ist es so, dass das Allergierisiko bei Kindern um 50 Prozent steigt, wenn sie weniger als 50 Meter von einer stark befahrenen Straße wohnen. Wer das Pech hat, an so einer stark befahrenen Straße zu wohnen, der sollte auf jeden Fall darauf achten, dass das Kinderzimmer nach hinten rausgeht. Auch das hilft schon, da gibt es Untersuchungen, die das zeigen.“

Es gibt noch mehr, was man tun kann, um seine Kinder vor Allergien zu bewahren. Gerade in den ersten Lebensmonaten:

„Man sollte sein Kind sechs Monate lang stillen, wenn es irgendwie geht. Das ist der beste Allergien-Schutz den es überhaupt gibt. Dabei ist wieder zu beachten, die Mutter sollte auch sich ausgewogen ernähren und nicht auf allergene Nahrungsmittel wie Möhren oder Äpfel verzichten, so lange sie stillt, sondern sich so ernähren, wie sie es immer getan hat.“

A propos Möhren und Äpfel: Früher glaubte man, dass Kinder keine Lebensmittel essen sollten, die Allergien auslösen können. Doch inzwischen weiß man – so die Apotheken Umschau – dass eine ganz normale und ausgewogene Ernährung ein gutes Training für das Immunsystem bedeutet.

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