Warum keiner Angst haben muss, als Ersthelfer etwas falsch zu machen

Für Verletzte klingt das Martinshorn wie Musik: man weiß, jetzt ist die Rettung nah! Darüber freuen sich auch diejenigen, die Erste Hilfe leisten. Denn oft weiß man als Ersthelfer nicht, welche Rettungsmaßnahmen wirklich lebensnotwendig sind und handelt aus dem Bauch heraus. Was für eine Erleichterung, wenn die Rettungskräfte den Job übernehmen! Doch niemand muss sich davor fürchten, bei der Ersten Hilfe Fehler zu machen, sagt Peter Kanzler, Chefredakteur der „Apotheken Umschau“:

„Niemand muss Angst haben, als Ersthelfer etwas falsch zu machen. Viel schlimmer ist es für den Verletzten, wenn keiner etwas tut und die Hilfe eventuell zu spät kommt. Rufen Sie deshalb immer erst die 112 an, leisten dann Erste Hilfe und warten, bis professionelle Hilfe kommt.“

Kaum ist man am Unfallort, muss man die ersten Entscheidungen treffen. Was tun, wenn man zum Beispiel eine bewusstlose Person findet?

„Wenn der Bewusstlose atmet, bringen Sie ihn in die stabile Seitenlage. Atmet er nicht, sollten Sie unverzüglich mit einer Herzdruckmassage beginnen. Überstrecken Sie dabei den Kopf leicht und achten Sie vor allem darauf, dass die Atemwege frei sind.“

Bei einer Wiederbelebung kommt es auch darauf an, den richtigen Rhythmus zwischen Herzmassage und Atemspende zu finden:

„Drücken Sie das Brustbein zunächst tief ein, und zwar ein bis zwei Mal pro Sekunde und das 30 Mal in Folge. Geben Sie danach eine Atemspende durch den Mund. Und auch wenn es anstrengend ist: Machen Sie so lange weiter, bis professionelle Hilfe kommt.“

Wer in die Situation kommt, Erste Hilfe leisten zu müssen, sollte beherzt, aber ruhig und überlegt handeln, empfiehlt die „Apotheken Umschau“. Mehr Sicherheit bekommt man, wenn man regelmäßig seine Kenntnisse bei einem Erste Hilfe-Kurs auffrischt.

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