Achtung? Zecken!

Wenn sich Holzbock, Schafzecke und Co. von April bis September wieder auf die Lauer legen, heißt es für Naturliebhaber jedes Frühjahr aufs Neue „Achtung Zecken!“. Im Umgang mit den kleinen aber lästigen Saugern gibt es eine Vielzahl gut gemeinter Ratschläge. Doch nicht alle sind nützlich, manche gar gefährlich. Die Zurich Versicherung warnt vor vermeintlichen Zecken-Weisheiten.

Infektionen durch Zecken gibt es nur in Risikogebieten: falsch!

Mit den gefährlichen Erregern infizierte Zecken gibt es überall in Deutschland. Es ist also auch überall von möglichen Infektionen auszugehen.

Zecken fallen nur von Baumkronen: falsch!

Dass Zecken nur von Bäumen auf ihre Wirte fallen, ist ein weit verbreiteter Irrglaube. Zecken halten sich in hohen Gräsern und im Unterholz in einer Höhe von bis zu 1,5 Metern auf. Bei Spaziergängen sollte daher geschlossene Kleidung mit langen Ärmeln und langen Hosen getragen werden.

Zecken müssen sofort entfernt werden: falsch!

Ruhe bewahren! Denn wenn Zecken zu abrupt von der Haut entfernt werden, können Teile ihres Körpers abreißen und zu Infektionen führen.

Zecken mit Öl und Klebstoff entfernen: falsch!

Öl und Klebstoff haben bei der Entfernung von Zecken nichts zu suchen. Die Zecke wird dadurch zwar erstickt, gibt aber im Todeskampf vermehrt gefährliche Viren (FSME) und Bakterien (Borreliose) ins Blut ab. Die Zecke darf nur mit einer Zeckenpinzette oder ärztlich entfernt werden.

Eine Zeckeninfektion ist doch kein Unfall: falsch!

Hingegen vieler Annahmen, kann eine Zeckenbissinfektion durchaus durch die Unfallversicherung abgedeckt werden. Eine aus einer Infektion mit einem Erreger der Infektionskrankheiten Borreliose und Frühsommermeningitis resultierende Invalidität ist in der Unfallversicherung mitversichert. Ratsam: Die Vertragsbedingungen des Versicherers auf Zeckenbissinfektionen prüfen.

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