Die Mythen über Apotheken: Nicht mehr, sondern immer weniger Apotheken

Wer vermutet, dass es immer mehr Apotheken in Deutschland gibt, der irrt: Tatsächlich sinkt die Zahl der Apotheken sogar seit 2009. Derzeit kämpfen genau 21.441 Apotheken um die Gunst der Patienten, die sich ihre Apotheke nach Kriterien wie Service, Kompetenz und Qualität aussuchen können. Darauf macht der Deutsche Apothekerverband (DAV) aufmerksam. Zu den Gründen für Betriebsaufgaben gehören höhere Belastungen durch die Gesundheitsreformen, der steigende Aufwand durch Rabattverträge sowie ein stärkerer Wettbewerb mit Konkurrenzapotheken.

„Viele Apotheken kämpfen um ihr Überleben, auch wenn man es ihnen von außen nicht immer ansieht“, sagt DAV-Vorsitzender Fritz Becker. „Bei mehreren Apotheken in unmittelbarer Nachbarschaft erhöht sich der Wettbewerbsdruck zusätzlich, denn sie müssen ihre Patienten mit Leistungen überzeugen.“ Täglich suchen 4 Millionen Menschen eine der flächendeckend verteilten und wohnortnahen Apotheken auf. Jede deutsche Apotheke versorgt rund 3.800 Einwohner. In allen 27 EU-Staaten muss jede Apotheke durchschnittlich nur 3.300 Bürger versorgen.

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