Wer Gutes tut, fühlt sich nicht nur gut, sondern leistet damit nach Auffassung von Experten auch einen wichtigen Dienst für den Zusammenhalt der Gesellschaft. Das Magazin Reader’s Digest stellt in seiner Oktober-Ausgabe Erklärungen für dieses Phänomen vor. „Es gibt deutliche Hinweise darauf, dass sich Menschen revanchieren, wenn ihnen jemand hilft. Vielleicht machen sie es nicht direkt an dieser Person wieder gut, aber sie geben die Hilfe an andere weiter, weil sie nichts schuldig bleiben möchten“, erläutert die Sozialpsychologin Marylène Gagné von der Concordia-Universität in Montreal in der neuen Ausgabe von Reader’s Digest.

Seit Jahren gehen Forscher der Frage nach, warum es dem eigenen Wohlbefinden gut tut, wenn man anderen hilft – ob im Alltag, in der Familie oder unter Freunden. „Altruismus verleiht Menschen Selbstwertgefühl“, erklärt die Kulturanthropologin Pamela Cushing von der Western-Universität in Ontario das altruistische Verhalten. Aus Sicht der Wissenschaftler ist es eine evolutionäre Belohnung, dass gute Taten starke Emotionen bei dem helfenden Menschen erzeugen. „Wenn wir anderen helfen, befriedigen wir damit auch unser Bedürfnis nach sozialen Kontakten“, glaubt Sozialpsychologin Gagné: „Deshalb bekommen wir so ein unbestimmtes Gefühl von Wärme, wenn wir für jemanden die Tür aufhalten. Und das motiviert uns zur Wiederholung unseres hilfreichen Handelns.“

Das Magazin Reader’s Digest liefert in seiner Oktober-Ausgabe zugleich einige Ratschläge, die zeigen, dass es ganz leicht ist, anderen Menschen zu helfen. Dazu gehört das einfache Wort Danke, über das sich der Kellner freut, wenn er im Lokal den Kaffee oder das Essen serviert, oder der Hinweis an den Sitznachbarn in der U-Bahn, der beim Aussteigen etwas vergessen hat. Und wer sich ehrenamtlich engagieren möchten, muss meist nur bei Freunden, Kollegen oder in der Gemeinde fragen, wo Helfer gebraucht werden.

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