Fisch als Lebensmittel erfreut sich weiter steigender Beliebtheit. Das bestätigte das Fisch-Informationszentrum in Hamburg mit aktuellen Zahlen. Danach betrug 2010 der Gesamtverbrauch an Fisch und Fischerzeugnissen in Deutschland 1,28 Millionen Tonnen Fanggewicht. Das sind rund 40.000 Tonnen mehr als 2009. Das ergibt einen Pro-Kopf-Verbrauch von erstmals 15,7 kg. Im laufenden Jahr sollen es sogar 16 kg werden. Zum Vergleich: In Frankreich liegt der Verbrauch pro Kopf bei 34 kg und in Portugal sogar bei 57 kg.

Beim Verzehr von verarbeitetem Fisch lag 2009 der Bundesdurchschnitt pro Person bei 4,7 kg Produktgewicht. Das wurde vor allem in den nord- und ostdeutschen Bundesländern übertroffen, allen voran Hamburg mit 5,7 kg. Bremen, Sachsen-Anhalt und die süddeutschen Bundesländer lagen dagegen unter dem Durchschnitt. Schlusslicht ist hierbei Baden-Württemberg mit 3,9 kg.

Durchschnittlich zwei Drittel des Fischs wurden dabei zu Hause verzehrt und ein Drittel in Restaurants oder Imbissen. Wie in den Vorjahren ist die am häufigsten gegessene Fischart der Alaska-Seelachs. Er hält einen Marktanteil von fast einem Viertel (23,3 %). An zweiter Stelle kommt Hering mit 20 %. Lachs folgt mit 12,8 % und auf jedem zehnten Teller liegt Thunfisch.

Frisch oder geräuchert sind dabei jedoch nur die wenigstens Produkte. Mehr als die Hälfte ist entweder tiefgekühlt (34 %) oder wird als Konserven oder Marinaden (26 %) angeboten. Krebs- und Weichtiere behaupten sich konstant mit 15 % Marktanteil. Die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) ermittelte hierzu in einer Studie, dass 2010 nach wie vor gut die Hälfte an Fisch und Meeresfrüchte über Discounter verkauft wurde. Etwa ein Drittel (35,2 %) wurde noch in Super- und Verbrauchermärkten umgesetzt. Fischgeschäfte nehmen mit ihrem auf Frisch- und Räucherfisch spezialisierten Angebot einen Anteil von 4,7 % des Marktes in Anspruch.

Ähnlich wie der Verbrauch stiegen 2010 auch die Preise für Fisch. So zahlte man im Vergleich zu 2005 im vergangenen Jahr gut 18 % mehr für Fisch und Fischereierzeugnisse. In diesem Jahr setzt sich dieser Trend voraussichtlich fort.

Herbert Arp, www.aid.de

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