Knitterfreie Hosen, formstabile Jacken, kuschelweiche Pullis – eine tolle Sache, was für Eigenschaften moderne Kleidung hat. Praktisch und gleichzeitig schick. Allerdings ist dabei meist Chemie im Spiel. Wie viele Chemikalien in unserer Kleidung stecken, das hat eine schwedische Behörde untersucht. Peter Kanzler, Chefredakteur der „Apotheken Umschau“, fasst die Ergebnisse der Studie zusammen:

„In unseren Textilien steckt sehr viel Chemie. Für die Herstellung von einem Kilo Kleidung werden bis zu sechs Kilogramm Chemikalien benötigt. Diese sorgen unter anderem dafür, dass der Farbton waschecht, der Stoff kuschelig weich und auch knitterfrei ist.“

Waschecht, kuschelig weich, knitterfrei – das klingt nach tollen Stoffen. Doch wer über die Kleidung mit zu viel Chemie in Kontakt kommt, muss damit rechnen, dass seine Haut empfindlich reagiert:

„Neben der Umweltbelastung kann die Chemie natürlich auch unserer Gesundheit schaden. Die Haut rötet und schuppt sich und juckt ganz heftig. Deshalb versuchen Sie möglichst auf Chemie in der Kleidung zu verzichten.“

Oft werden sogar Chemikalien in Kleidung nachgewiesen, die hierzulande verboten sind. Vollständigen Schutz gibt es nicht, aber man kann das Risiko verkleinern, wenn man vor dem Kauf auf die Etiketten der Textilien guckt:

„Achten Sie beim Kauf genau darauf, was Sie da eigentlich einkaufen möchten. Kau-fen Sie keine Kleidung mit Hinweisen wie ’separat waschen‘ oder ‚Farbe blutet aus‘. Bei diesen Produkten geht der Farbstoff sehr leicht auf die Haut über. Und generell: waschen Sie neue Kleidung vor dem ersten Tragen mit ausreichend Wasser aus. Und achten Sie beim Kauf auf Prüfsiegel und Ökolabel.“

Auch der Geruch von Kleidung kann verräterisch sein, schreibt die „Apotheken Umschau“. Kaufen Sie keine chemisch riechenden Kleidungsstücke, denn diese sind häufig mit Formaldehyd belastet.

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