Deutschland wird immer dicker

Fast jeder vierte Deutsche ist fettleibig. Vor allem junge Menschen leiden immer häufiger an sehr starkem Übergewicht, zeigt die „Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland“ (DEGS). Das Robert Koch-Institut (RKI) hat kürzlich erste Ergebnisse der Untersuchung vorgestellt, an der über 7.000 Menschen im Alter von 18 bis 79 Jahren beteiligt waren. Die Probanden machten Angaben zu ihrer Gesundheit und nahmen an medizinischen Untersuchungen teil. Die Mediziner untersuchten unter anderem Blut- sowie Urinproben und bestimmten den Körpermassenindex, kurz BMI. Der BMI ist das Verhältnis von Gewicht zur Körpergröße und ein erstes Maß für die Einschätzung des Körpergewichts. Eine ähnliche Erhebung wurde zuletzt im Jahre 1998 durchgeführt.

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Seit den 1990er Jahren hat sich der Anteil der Übergewichtigen in Deutschland mit 67 Prozent bei den Männern und 53 Prozent bei den Frauen kaum verändert und ist damit auf einem hohen Niveau geblieben. Dagegen leiden immer mehr Menschen an Fettleibigkeit (Adipositas). Während 1998 rund 19 Prozent der Männer und 23 Prozent der Frauen fettleibig waren, sind es derzeit 23 und 24 Prozent. Vor allem junge Erwachsene und Männer bringen deutlich zu viele Pfunde auf die Waage, erklärt das RKI. Erkrankungen wie Diabetes, Bluthochdruck und Arteriosklerose können die Folge sein.

Doch Übergewicht ist kein unabänderliches Schicksal. „Wer gesund und langfristig abnehmen möchte, kann dieses Ziel am besten durch eine Ernährungsumstellung erreichen“, erklärt Harald Seitz vom aid infodienst. Entscheidend für den Weg zum Wohlfühlgewicht ist eine ausgewogene Ernährung mit viel Obst und Gemüse und wenig Dickmachern. Für manche Vorlieben gibt es leichtere Alternativen wie Putenschinken statt Salami und Marmelade statt Nuss-Nugat-Creme. Die effektivste Möglichkeit, überschüssige Fettdepots wieder abzubauen, ist körperliche Bewegung. „Das trägt nicht nur zum Wohlfühlgewicht bei, sondern steigert auch das allgemeine Wohlbefinden“, so Seitz.

Heike Kreutz, www.aid.de

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