Zurückhaltung beim Hautkrebs-Screening

Wird Hautkrebs früh erkannt, erhöht das die Heilungschancen erheblich. Doch diese Tatsache lässt viele Deutsche immer noch unbeeindruckt. Dies zeigt der Vergleich zweier repräsentativer Umfragen des Gesundheitsmagazins „Apotheken Umschau“ aus den Jahren 2011 und 2013. Demnach hat sich in den letzten zwei Jahren in der Einstellung zur Hautkrebs-Früherkennung wenig geändert: Nach wie vor gibt mehr als ein Drittel (2013: 37,7 Prozent, 2011 40,3 Prozent) der Befragten ab 40 Jahren an, noch nie bei der Vorsorgeuntersuchung gewesen zu sein, für die die gesetzlichen Krankenkassen ab dem 35sten Lebensjahr alle zwei Jahre die Kosten übernehmen.

Regelmäßig, das heißt mindestens im zweijährigen Turnus, unterziehen sich mit 17,2 Prozent (2011 16,4 Prozent) immer noch relativ wenige Befragte in dieser Altersgruppe dieser Früherkennung. Zugenommen hat seit 2011 sogar die Zahl derjenigen, die erst zum Hautarzt gehen wollen, wenn sie „mal verdächtige Veränderungen auf der Haut feststellen“. Dies gibt heute jeder vierte Ab-40-Jährige (25,2 Prozent) an, 2011 tat das nur jeder Fünfte (20,8 Prozent). Ein gefährliches Unterfangen, denn beim nicht metastasierten schwarzen Hautkrebs, der als besonders gefährlich gilt, ist die Prognose sehr günstig, wenn dieser entdeckt wird, bevor er eine Dicke von einem Millimeter in der Hautschicht erreicht hat.

Quellen: Repräsentative Umfragen des Gesundheitsmagazins „Apotheken Umschau“, durchgeführt von der GfK Marktforschung Nürnberg bei jeweils über 1.300 bzw. 1.400 Personen ab 40 Jahren.

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