Nebenhöhlen-OP selten sinnvoll

Erkältungen erfassen oft auch die Nasennebenhöhlen. Ihre Schleimhaut entzündet sich, Sekret fließt nicht mehr ab, der Infekt sitzt fest. Manchen Menschen passiert dies immer wieder und lang andauernd mit quälenden Kopfschmerzen. Dies kann ein Grund sein, den Abfluss mit einer Operation, heute per Endoskop, wieder herzustellen. Vorher sollte aber eine Behandlung mit Kortisonspray und Nasenspülungen über drei Monate versucht werden.

„Wenn dann wirklich keine Besserung eingetreten ist, kann man eine Operation erwägen“, erklärt Professor Rainer Weber, Leiter des Nasenzentrums am Universitätsklinikum Gießen-Marburg, in der „Apotheken Umschau“. Mehrere Gründe sprechen für die Zurückhaltung: Die Ursachen für eine chronische Nasennebenhöhlenentzündung („Rhinosinusitis“) sind komplex, unter anderen kann eine Allergie mitursächlich sein, und die kann man nicht wegoperieren. Auch eine relativ hohe Rückfallquote nach der OP lässt HNO-Ärzte zögern. Auf jeden Fall wird operiert, wenn die Entzündung auf das angrenzende Gehirn oder Auge übergreift.

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