Warum die meisten Spielplätze wenig taugen

Schaukel und Rutschen – wie langweilig! „Hochklettern, rutschen, hochklettern, rutschen. Da können Kinder nichts entdecken, sich nichts ausdenken“, sagt Günter Beltzig, ein international angesehener und ausgezeichneter Spielplatz-Designer, im Apothekenmagazin „Baby und Familie“. Außerdem brächten solche Geräte als Hauptattraktion nach seiner Beobachtung auch Unfrieden auf den Spielplatz, denn sie bevorzugen die Starken und frustrieren die Schwächeren.

Am liebsten wären ihm gar keine Spielplätze, sondern die Erlaubnis für Kinder, überall zu spielen. „Es sind die Erwachsenen, die Spielplätze wollen, nicht die Kinder“, so seine Überzeugung. Und so entwirft er Plätze, die zum Abenteuer verführen: Hügel und Höhlen, in denen sich Kinder verstecken können, die zum Familienhaus oder zur Ritterburg werden, Wasser zum Matschen – und Risiken nicht gänzlich ausgeschlossen. „Nur eben die Richtigen“, sagt er. „Eine Strickleiter ist kein Problem, wohl aber eine Leiter, die stabil aussieht und trotzdem wackelt.“

Leave a Reply